Pfarrer Andreas Treuer geht es gesundheitlich soweit gut. Das sagte der Geistliche der Redaktion am Dienstag. Treuer ist mit Sars-CoV-2 infiziert, hat aber nach eigenen Angaben keine Symptome entwickelt. Am Donnerstag, 22. April, endet für ihn die Isolierung – und auch für Diakon Klaus-Dieter Sembach, der mit Treuer Kontakt hatte. Dann dürfen die Seelsorger ihre Arbeit wieder aufnehmen.

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Am Wochenende nach Ostern wurden beide Präsenz-Sonntags-Gottesdienste der Pfarrgemeinde Maria in der Tanne kurzfristig gestrichen. Kurz zuvor am Freitagnachmittag bekamen alle Gläubigen, die sich angemeldet hatten, vom katholischen Pfarramt entweder einen Anruf oder eine E-Mail mit der Absage ohne weitere Erklärung. Nach wenigen Tagen wurde in der Raumschaft dann bekannt, dass sich der mit Corona infizierte Pfarrer Treuer befinden.

Inzidenzzahl entscheidet

„Ob aber die Sonntagsmessen am kommenden Wochenende gefeiert werden, hängt von der Entwicklung der Inzidenzzahl ab“, sagte Pfarrsekretärin Renate Hummel-Braun. Treuer verwies darauf, dass die evangelische Kirche die Präsenzgottesdienste aufgrund der aktuell sehr hohen Inzidenz-Zahl bereits ausgesetzt habe.

Pfarrer Josef Beke feiert mit den Christen der Seelsorgeeinheit Maria in der Tanne die Sonntagsgottesdienste.
Pfarrer Josef Beke feiert mit den Christen der Seelsorgeeinheit Maria in der Tanne die Sonntagsgottesdienste. | Bild: Maria Kienzler

Ruhestands-Pfarrer hilft aus

Am vergangenen Wochenende fanden die Präsenz-Gottesdienste allerdings in der katholischen Pfarrgemeinde Maria in der Tanne noch statt. Der Ruhestands-Geistliche Josef Beke übernahm die Vertretung von Treuer. Beke war 15 Jahre Pfarrer in Tennenbronn, bis er vor sieben Jahren seinen Ruhestand antrat und seither ringsum in den Kirchengemeinden aushilft.

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Das Thema der Predigt Bekes handelte von der Auferstehung Jesu. Christen hätten auch in schwierigen Zeiten wichtige Gründe zur Osterfreude, sagte er. „Wir sollen die Osterfreude weitertragen und dadurch die Frohe Botschaft von Jesus verkünden.“

Kairos-Sänger sind dabei

Beide Gottesdienste in Triberg und Schonach wurden musikalisch begleitet vom Chor Kairos. Zwei Sänger und vier Sängerinnen ließen moderne Lieder erklingen, begleitet von Pianistin Mihye So. Die stimmungsvollen Gesänge vertieften die Osterfreude der Christen, die selber wegen der Ansteckungsgefahr nicht singen durften.

Beifall für die Musiker

„Wo beginnt der Weg zu dir“, hieß es zum Beispiel gleich beim Einzug des Pfarrers und der Ministranten, während beim Gloria der Osterjubel über Gottes Macht und Liebe zu hören war. „Ihr sollt ein Segen sein“, hieß das Lied vor dem Schluss-Segen. Zum Auszug ertönte der Gesang „Wagt euch zu neuen Ufern und stellt euch gegen den Strom, geht auf Gottes Spuren und beginnt von vorn“. In beiden Kirchen erhielten die Musiker der Kairos-Gruppe zum Abschluss der Messfeiern viel Beifall.