Die diesjährigen Fastnachtsveranstaltungen der Narrenzünfte fallen auch in Triberg größtenteils Corona zum Opfer. Nur wenig ist möglich. Auch Narrenzeitschriften gehören normalerweise zur fünften Jahreszeit. Dieses Mal gibt es aber keinen „Radautrommler“. Dabei gäbe es bestimmt genügend Ereignisse, die es verdienten, für die Ewigkeit festgehalten zu werden

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Tambour Patrick Pollmüller bedauert die einstimmige Entscheidung: „Wir müssen durch die außergewöhnliche Situation eine künstlerische Pause einlegen. Bedingt durch die vorgeschriebenen Kontaktbeschränkungen, sind die erforderlichen Besprechungen und Zusammenkünfte des Redaktionsteams kaum möglich. Außerdem wäre auch der bisher praktizierte Haustürverkauf so nicht durchführbar, Immerhin wechseln die meisten der 800 Hefte jährlich an den Haustüren den Besitzer. Ich bin aber voll Zuversicht, dass der ‚Radautrommler‘ im Jahr 2022 wieder im alten Glanz erscheinen wird.“

  • Straßenschmuck: Lediglich das Schmücken der Straßen mit den Fasnetsbändeln ist 2021 vorgesehen und auch das Aufhängen der Fasnetspuppen soll stattfinden. So wird zumindest auf „Sparflamme“ ein öffentliches närrisches Zeichen gesetzt.
  • Eröffnungsvideo: Bei der Eröffnung der fünften Jahreszeit am Narrenbrunnen, die im kleinen Kreis am Dreikönigstag stattfand, ein Video, das auch auf der Internetseite der Narrenzunft abgerufen werden kann.
  • Narrenblätter: Zusätzlich zu den jährlichen Fastnachtsaktionen, gibt es in den Gemeinden der Raumschaft Narrenzeitschriften, in welchen lustige Erlebnisse persifliert werden. Über jeden noch so geringen Fauxpas einzelner Bürger wissen die Narren mit Wortwitz zu berichten.
  • Triberger Tradition: „Bereits im Jahr 1925 existierten sogar zwei närrische Blätter gleichzeitig, nämlich die ‚Narren-Stimme‘ und die ‚Triberger Katzenmusik‘“, weiß der Triberger Historiker Klaus Nagel im Jubiläumsbuch der Narrenzunft Triberg (75 Jahre) „In Triberg ist der Teufel los“ zu berichten.
  • Radautrommler: 1986 gründeten die AH-Handballer des Turnvereins Triberg die Radautrommler, die von Tambour Walter Kienzler ins Leben gerufen wurden. Die rührige Truppe zieht mit ihren weißen Blechfässern bis heute normalerweise durch die Straßen Tribergs.
1996 wird das erste Heft unter der Verantwortung der Radautrommler veröffentlicht.
1996 wird das erste Heft unter der Verantwortung der Radautrommler veröffentlicht. | Bild: Radautrommler
  • Zeitschrift: 1996 wurde als Ergänzung zum Fasnets­geschehen die eigene Narrenzeitschrift „Der Radautrommler“ herausgegeben, die mittlerweile fest zum närrischen Angebot in der Wasserfallstadt gehört. Von Anfang an ist der Triberger Grafiker und Künstler Werner Oppelt mit seinen bissigen Karikaturen dabei und auch viele langjährig tätigen „Dichter und Denker“ sorgen für das Gelingen der „närrischen Zeitschrift für die fünfte Jahreszeit“.

Der SÜDKURIER prämiert das beste Fasnet-Video. Alle Informationen zum Mitmachen: http://www.sk.de/narren21