Gibt es auch bei Wildtieren Krankheiten, die sich pandemieartig ausbreiten können? Und welchen Einfluss hat dies auf unser Ökosystem? Wildbiologe Peter Sürth gab den Klassen 6a und 6b der Realschule einen interessanten Einblick in seine Arbeit. Sürth verdeutlichte den Realschülern, dass auch innerhalb Tierpopulationen Krankheiten auftreten können, die einen starken Einfluss auf deren Leben in der freien Wildbahn haben.

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„Müssen die Tiere dann auch in Quarantäne?“, fragte eine neugierige Sechstklässlerin. Auch auf diese Frage hatte der Referent eine passende Antwort. Am Beispiel von Wolfs- und Luchspopulationen machte er deutlich, dass sich Krankheiten unterschiedlich stark ausbreiten, je nachdem, ob die Tiere eng in Familienverbünden zusammenleben, so wie etwa der Wolf, oder als Einzelgänger unterwegs sind, wie der heimische Luchs.

Alles hängt zusammen

Die Schüler lernten, dass erkrankte Tiere leichtere Beute für Fressfeinde sind und dass sich dies unmittelbar auf die Populationsgröße und die mögliche weitere Ausbreitung von Krankheiten auswirken kann. Auch am Beispiel der derzeit in Deutschland auftretenden Schweinepest zeigte Sürth den Schülern sehr anschaulich ökologische Zusammenhänge, mit denen er sich beruflich beschäftigt.

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Der Stammgast an der Realschule Triberg (RST) präsentierte den Kindern allerhand Lehrreiches über Wölfe und Luchse im Schwarzwald. Ein zentrales Anliegen des Forschers ist es, den Menschen die Furcht vor den heimischen Raubtieren zu nehmen und die Kinder dahingehend zu sensibilisieren, dass ein Zusammenleben von Wildtier und Mensch auch im Schwarzwald möglich sei.

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