Der Triberger Marienkindergarten mit dem Familienzentrum macht es möglich: Das Erzieherinnen-Team hat in zahlreichen Überstunden und mit vielen Mitwirkenden einen digitalen Freiluft-Rundweg durch die Weihnachtszeit organisiert. Seit 16. Dezember sind alle Schulen und Kitas geschlossen, aber im Kindergarten der Triberger Oberstadt gab es bis zum offiziellen Beginn der Weihnachtsferien eine Notbetreuung. Die wurde von zahlreichen Eltern angenommen.

Das Vorbereitungsteam hat es rechtzeitig geschafft und so können sich bereits am Vormittag an Heiligabend, 24. Dezember, Interessierte auf den Weihnachtsweg durchs Städtle machen. Alle sind eingeladen, die zwölf Stationen von der Herbergssuche über die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem bis zum Besuch der Könige aus dem Morgenland zu erleben. Damit es keine Menschenansammlungen gibt und die Familien den langen Weg etappenweise gehen können, bleiben die Bilder bis zum Dreikönigstag am 6. Januar hängen.

Dieses sehenswerte Bild, das bei der Triberger Wallfahrtskirche hängt, wurde vom ehemaligen Kindergartenkind Carina Arnold und Kita-Mitarbeiterin Shirin Khedri gemalt. Gut zu sehen ist der QR-Code für die musikalische Begleitung.
Dieses sehenswerte Bild, das bei der Triberger Wallfahrtskirche hängt, wurde vom ehemaligen Kindergartenkind Carina Arnold und Kita-Mitarbeiterin Shirin Khedri gemalt. Gut zu sehen ist der QR-Code für die musikalische Begleitung. | Bild: Maria Kienzler

Beim weihnachtlichen Rundgang von der Oberstadt bis zur Mittelstadt darf das Handy nicht fehlen. Jedes Plakat ist mit einem QR-Code versehen. Wird der mit dem Handy abgelesen, ertönt die zum Bild passende Musik.

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Bei der Wallfahrtskirche ist die erste Station mit dem Engel Gabriel, der Maria in Nazareth besucht. Am Rathaus wird die Volkszählung vor 2000 Jahren präsentiert. Am Marienkindergarten gibt es zwei Ereignisse aus der Bibel und beim Friseur-Salon Thaesler leuchtet der Stern von Bethlehem. Unglaublich spannend geht es weiter, noch viel interessanter, als es in der Bibel beschrieben ist. Der kleine Jesus wird vor der Stadtkirche geboren und am evangelischen Gemeindehaus wird er von Ochs und Esel bewundert.

Engel schwebt am Kurhaus

Weder das Pflegeheim St. Antonius noch die Grundschule werden bei den Stationen vergessen. Am Bergsee hüten die Hirten ihre Schafe und vor dem Kurhaus schwebt ein Engel, während die drei Sterndeuter mit ihren kostbaren Gaben für das Königskind an der Sparkasse stationiert sind.

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„Das Motto heißt: Wir machen uns mit Maria und Josef auf den Weg nach Bethlehem“, informiert Schoch. Die Leiterin der katholischen Kindertagesstätte und des Familienzentrums von Triberg bedauert es zwar, dass in diesem Jahr keine Veranstaltungen für Kinder und Eltern angeboten werden konnten. Bisher wurde jeweils im Dezember eine Einstimmung in den Advent angeboten und kurz vor Beginn der Ferien eine Weihnachtsfeier im Kindergarten.

Neue Ideen bringen Zuversicht

„Weihnachten mit dem unsichtbaren Coronavirus im Rücken ist nicht mit herkömmlichen Veranstaltungen möglich, aber mit neuen Ideen können wir trotzdem fröhlich und zuversichtlich feiern“, zeigt sich Schoch überzeugt. Besonders stolz ist sie, dass nicht nur Kindergartenkinder die Bilder für die Weihnachtsgeschichte gemalt und gebastelt haben, sondern auch Schulkinder, Jugendliche und Familien. Sogar mehrere Bewohner des Pflegeheimes St. Antonius haben sich beteiligt.

In früheren Jahren, als die Corona-Pandemie noch kein Thema war, wurden die Angehörigen im Advent in die Kirche eingeladen, wo die Mädchen und Jungen mit den Erzieherinnen die Kirchenbesucher auf das Weihnachtsfest einstimmten.
In früheren Jahren, als die Corona-Pandemie noch kein Thema war, wurden die Angehörigen im Advent in die Kirche eingeladen, wo die Mädchen und Jungen mit den Erzieherinnen die Kirchenbesucher auf das Weihnachtsfest einstimmten. | Bild: Maria Kienzler

„Viele Personen haben mitgeholfen und das Mariengarten-Team unterstützt, damit im Corona-Jahr alle Triberger und auch Bewohner aus dem Umland Weihnachten im Freien erleben können“, freut sich Schoch. Damit die Wanderer die Stationen in der richtigen Reihenfolge finden, sind in der Sparkasse, im Rathaus-Eingang und in den Kirchen Flyer ausgelegt.

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Im Mariengarten wurden im Advent Lebkuchen für die Bewohner des Pflegeheims gebacken. In jedem Weihnachtspäckchen ist neben der Leckerei ein kleiner Pinsel und ein Fläschchen mit Lebensmittelfarben versteckt. Damit können die Senioren, die noch gerne basteln, ihren Lebkuchen mit bunten Farben verzieren, bevor sie ihn verspeisen. „Zu Weihnachten möchten wir auch den älteren Verwandten unserer Kinder eine Freude machen, denn schließlich sind wir das Familienzentrum der Stadt“, informiert Schoch.