Schon vorab war klar: Spannender kann eine Landtagswahl für den nordwestlichen Landkreis kaum ausfallen.

Bei der Landtagswahl 2016 setzten die Triberger, Schonacher und Schönwalder noch auf den CDU-Kandidaten Karl Rombach. Der Schonacher schaffte es in den Landtag – wenn auch nicht per Direktmandat. Das ging bei der vorigen Wahl an die Grüne Martina Braun, die vor allem in den Gemeinden in der Mitte des Kreisgebietes punkten konnte.

Stimmen wandern in die Nachbarschaft

2021 stellte sich die Lage jedoch komplett neu dar: Rombach stand nicht mehr auf dem Wahlzettel, für ihn beziehungsweise die Christdemokraten stieg der Villinger Raphael Rabe in den Ring. Seine Gegenkandidatin oder Mitkandidatin – wie formuliert man das in einer großen Koalition? – war erneut Martina Braun. Die kommt aus Linach und damit für die Wähler aus der Raumschaft quasi fast aus dem Nachbartal.

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Und nach einem Jahr Corona stand schließlich auch die Arbeit des Landesregierung in einem ihrer ureigensten Zuständigkeitsbereiche – der Gesundheitspolitik – auf dem Prüfstand. Welche Noten würden die Wähler dem Minister Manne Lucha an der Urne geben?

  • Triberg: In der Wasserfallstadt zieht Martina Braun (31,8 Prozent) um vier Prozentpunkte an Raphael Rabe (27,8 Prozent) vorbei. 2016 war die CDU in Triberg noch um 14 Prozentpunkte vorne gelegen.
  • Schonach: In der Heimatgemeinde von Karl Rombach liegen die Grünen vorne. Martina Braun (34,6 Prozent) kann einen Vorsprung von etwa vier Prozentpunkten vor Raphael Rabe (30,4 Prozent) erzielen. 2016 konnte die CDU noch die Hälfte aller Stimmen einfahren, die Grünen nicht mal halb so viele.
  • Schönwald: In der kleinsten Gemeinde der Raumschaft liegt Martina Braun (33,3 Prozent) sogar um mehr als acht Prozentpunkte vor Raphael Rabe (25,1 Prozent).