Wenn man die Asklepios-Klinik in Triberg besucht, gibt es meistens Neues zu berichten. Dafür sorgt, neben den vielen engagierten Mitarbeitern, auch die Chefetage mit Chefarzt Privatdozent Thomas Widmann und dem kaufmännischen Leiter Stefan Bartmer-Freund.

Belegungszahlen wieder wie vor Corona

„Wir sind inzwischen bei den Belegungszahlen in etwa auf derselben Höhe wie vor Corona – die Furcht vor Ansteckung scheint sich etwas gelegt zu haben. Und eines ist klar: Krebs macht vor Corona nicht Halt. Daher sind die wieder deutlich gestiegenen Auslastungszahlen kein Wunder“, sagt der ärztliche Leiter Thomas Widmann. Die Klinik habe für die Hygiene zwar deutliche Mehraufwendungen, das aber werde in Kauf genommen – „wir gehen dabei deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, auch deshalb, weil die Sterblichkeitsrate bei CoVid 19 bei Krebspatienten deutlich erhöht ist“, betont er.

Zwischenzeitlich so manches verbessert

„Wir haben die Zeit der Schließung sehr gut genutzt, um neue Dinge zu entwickeln“, erklärt er. Unter anderem wurde die Kunsttherapie neu aufgestellt. Die wohl wichtigste Neuerung aber ist die „partizipative Rehabilitation“. Man habe sich darauf eingestellt, Patienten schon im Vorfeld ihrer Reha-Maßnahme intensiver einzubeziehen. So seien diese schon deutlich besser vorbereitet, auch die Mitarbeiter der Klinik könnten sich besser auf die Patienten einstellen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Als Arzt vom hohen Ross herunterkommen“

„Ich muss als Arzt von meinem hohen Ross herunterkommen und aufhören, dem Patienten Vorschriften zu machen. Schließlich kennt ihn keiner besser als er selbst, daher müssen wir Schulter an Schulter mit ihm zur bestmöglichen Reha kommen“, betont der engagierte Mediziner. Mit einem Fragebogen, bei dem der Patient die Maßnahmen angibt, die er gerne in der Reha machen würde, werde letztlich ein gemeinsames Ziel festgelegt. Dies werde dann im Aufnahmegespräch nochmals überprüft und letztendlich festgelegt.

Entwicklung gemeinsam mit den Mitarbeitern

„Unseren Bogen ,Partizipative Rehabilitation‘ haben wir zusammen mit unseren Mitarbeitern entwickelt. Und er kommt auch bei unseren Patienten sehr gut an. Wir haben dadurch einen wesentlich besseren Zutritt zu ihnen und ein deutlich besseres Reha-Ergebnis. Es bewahrt auch schon mal vor medizinischen Fehlern, wie beispielsweise Stromtherapie bei Patienten mit Herzschrittmachern einzusetzen“, so Widmann.

„Ich denke, wir machen schon immer eine gute Reha in Triberg; aber mit dieser neuen Beteiligung der Patienten zeigen wir, dass wir sie absolut ernst nehmen. Wir wollen uns für unsere Patienten weiter verbessern“, so sein Resümee. „Ich bin der Meinung, dass dies das beste Projekt ist, was ich mit meinen Mitarbeitern jemals gemacht habe“, ist er überzeugt.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €