Ungewöhnlich gut besucht war die Hauptversammlung des Triberger Turnvereins. Das lag nicht zuletzt an zahlreichen Ehrungen und Wahlen, die sich in der Corona-Zeit angestaut hatten. Die letzte Vereinsversammlung fand 2019 statt.

Dass der Verein mit seinen beiden Abteilungen trotz der langen Zwangspause beziehungsweise mehreren Unterbrechungen des Trainingsbetriebes auf einem soliden Fundament steht, zeigte sich in den Ausführungen der Vorsitzenden Andrea Mickeleit. 502 Mitglieder, davon 156 Minderjährige, kann sie aktuell verzeichnen, einige mehr als noch zum 31. Dezember 2019. Damit ist der Turnverein der größte Verein in der Wasserfallstadt.

Groß ist die Schar der geehrten Turnvereinsmitglieder nach fast zweijähriger Versammlungspause
Groß ist die Schar der geehrten Turnvereinsmitglieder nach fast zweijähriger Versammlungspause | Bild: Lukas Nagel

Verein bietet alles

„Von der Eltern-Kind-Gruppe über Geräteturnen bis hin zum Seniorensport haben wir alles zu bieten“, zeigte sich Mickeleit sichtlich stolz über die über zehn Gruppen allein in der Abteilung Turnen. Dieses breite Angebot sei aber nur dank zahlreicher engagierter Gruppenleiter möglich. „Ihr habt in den vergangenen turbulenten zwei Jahren viel geleistet“, lobte die Vorsitzende mit Blick auf die Umsetzung der Hygienebestimmungen, häufigen Änderungen der Vorgaben und Diskussionen um die Verantwortbarkeit von Training. Besonders dankte Mickeleit Bertram Kienzler, der die Leitung der Nordic-Walking-Gruppe, die in Kooperation mit der heimischen Skizunft angeboten wird, in die Hände von Waltraud Junker legen wird.

Auch finanziell geht es den Turnern und Handballern ordentlich, obwohl beliebte Einnahmequellen wie der Betrieb des Cafés am Kamin beim Weihnachtszauber aufgrund der Pandemie fehlten. Kassierer Hans-Joachim Schulte sprach von „erfolgreichen Jahren mit einer relativ guten Gesamtbilanz“. Diese sei vor allem den regelmäßig eingehenden Mitgliederbeiträgen sowie Spendern zu verdanken. Andrea Mickeleit dankte in diesem Zusammenhang auch der Stadt Triberg: „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass die Stadt die Vereine durch Zuschüsse und die kostenfreie Nutzung der Jahnhalle so unterstützt.“

Von den sportlichen Erfolgen der Abteilung Handball des Turnvereins berichtete Jochen Quentmeier, der 2017 den Zusammenschluss der Triberger Abteilung mit den Mannschaften aus Hornberg und Lauterbach auf den Weg gebracht hatte. Es habe sich bestätigt, dass die Spielgemeinschaft (SG) generell der richtige Weg sei.

„Durch die SG können wir sowohl im männlichen wie auch im weiblichen Bereich passende Mannschaften anbieten“, resümierte der Chef der Handballabteilung. „Wegen der langen Spiel- und Trainingspausen entstanden trotzdem gerade im Jugendbereich einige Lücken, die es zu schließen gilt“, so Quentmeier weiter. Die B-Jugend qualifizierte sich 2019 für die Südbadenliga, in der die C-Jugend bereits spielte und in der die Saison mit dem fünften Tabellenplatz für die B-Jugend abgebrochen wurde, während die A-Jugend mit 10:4 Punkten bei Abbruch auf dem zweiten Platz der Bezirksklassentabelle landete.

Im Bereich der Aktiven hatte die SG insgesamt drei Herrenteams gemeldet, wobei die erste Mannschaft bei Saisonabbruch mit 22:16 Punkten den fünften Tabellenplatz in der Bezirksliga Offenburg-Schwarzwald belegte. Die Spielrunde 2020/21 musste in allen Klassen nach wenigen Wochen abgebrochen werden.

Maria Huber berichtete über die erfolgreichen Turnerinnen aus verschiedenen Gruppen, die 2019 unter anderem noch am Landeskinderturnfest in Bruchsal, am Gauturnier in Löffingen sowie am Gaukinderturnfest in Hausach teilnahmen.

Die in ihren Ämtern bestätigten und gewählten Mitglieder des Vorstandsteams des Triberger Turnvereins freuen sich mit Vorsitzender Andrea Mickeleit (vorne rechts) über viele engagierte Sportler im Verein.
Die in ihren Ämtern bestätigten und gewählten Mitglieder des Vorstandsteams des Triberger Turnvereins freuen sich mit Vorsitzender Andrea Mickeleit (vorne rechts) über viele engagierte Sportler im Verein. | Bild: Lukas Nagel

Zahlreiche Ehrungen

Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden Manuela Fehrenbach und Alica Mauscherning mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet, während die Vereinsnadel in Silber für 25-jährige Treue an Hans-Joachim Schulte, Hildegard Barth, Ingeborg Schöntges, Dennis Arnold und Lena Finkbeiner verliehen wurde. Seit 40 Jahren im Turnverein sind Agnes Quentmeier, Andreas Reinhard, Ursula Wiebel, Waltraud Junker, Benno Maurer sowie Helmut Runge. 50 Jahre passiv dabei sind Irmgard Seiler, Hubertus Hauser und Jens Wallishauser. Ehrenmitgliedern nach 50-jähriger aktiver Mitgliedschaft wurden Brigitte Donath, Gerda Seiler und Axel Saier.