Nach zweijähriger Pause traf sich der FC Teutonia Schonach zur Hauptversammlung im Vereinsheim. Vorsitzender Reinhold Herr eröffnete die Versammlung mit einem Pfiff durch die Schiedsrichterpfeife und begrüßte alle Teilnehmer.

Einen Rückblick über die Saison 2019/2020 sowie über die Saison 2020/2021 gab zunächst Schriftführerin Julika Reiner. Die Fußballer hatten schwer mit den Einschränkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Große Veranstaltungen, wie die Feier anlässlich des 111-jährigen Bestehens des Vereins oder die Jugendtage, mussten abgesagt werden. Auch konnte in beiden Jahren die Saison nicht zu Ende gespielt werden, was zum Wegfall der Haupteinnahmequellen des Vereins führte.

Dies bedauerte auch Georg Nock beim Vortrag des Kassenberichts. Vor allem die entgangenen Einnahmen durch das Vereinsheim und die Eintrittsgelder waren gewaltig zu spüren. Dennoch konnte in beiden Jahren im Plus abgeschlossen werden. Ermöglicht wurde dies unter anderem durch die zahlreichen Spender und staatliche Corona-Fördermittel. „Die Landesliga ist lukrativ für uns. Es geht wieder bergauf“, betonte Nock abschließend.

Sportliches Hauptziel für die aktive Mannschaft ist weiterhin der Klassenerhalt in der Landesliga. Bereits in den vergangenen Saisons wurde der Abstieg nur durch den coronabedingten Rundenabbruch verhindert. Dass Ende September nun auch Cheftrainer Alexander Fischinger seinen sofortigen Rücktritt erklärte, macht die Herausforderung nicht leichter. Bis zur Winterpause übernimmt nun Co-Trainer Martin Hettich das Amt.

Mark Lange berichtete ebenfalls über zwei schwere Jahre. „Die Corona-Pandemie war wie ein Schlaf, der über alles gefallen ist“, meinte der Jugendleiter. Es sei schwer gewesen, die Kinder und Jugendlichen wieder zu motivieren und zu erreichen. Er dankte dabei besonders den Trainern, die mit vollem Einsatz dabei waren und die Kinder wieder zurückgeholt haben. Auch in dieser Saison gibt es ab der D-Jugend aufwärts wieder eine große Spielgemeinschaft mit Schönwald und Triberg. Als wichtigen Kernfaktor für seinen Erfolg sieht der FC seine Jugendarbeit. So stellt das Landesliga-Team des FC Schonach die meisten Spieler aus der eigenen Jugend im kompletten Verbandsgebiet in dieser Spielklasse.

Ratsmitglied Herbert Fehrenbach leitete als Vertreter der Gemeinde die Entlastung des Vorstands ein. Es sei schön zu hören, dass der FC Schonach die schwierige Zeit einigermaßen gut überstanden hat. Ebenso freue es ihn, dass staatliche Hilfen bei den Vereinen ankommen.

Einen Blick in die Zukunft wagte Julika Reiner mit der Vorstellung eines neuen Konzepts für die Aufstellung des Vorstands. Im nächsten Jahr wolle man die Zuständigkeiten auf mehrere Vorstände verteilen. Für die Bereiche Sport, Finanzen, Liegenschaften, Mitglieder und Marketing soll es dann jeweils einen eigenen Vorstand geben.

„Eine Verjüngung des Vorstands muss eintreten“, appellierte Reinhold Herr, der seit 2004 im Amt ist. Julika Reiner sieht die Möglichkeit, junge Leute im Verein zu halten, besonders darin, ihnen Verantwortung auch außerhalb des Spielfelds zu geben.

Wahlen: So wurde der Vorstand nur für ein Jahr gewählt. Einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden Vorsitzender Reinhold Herr, Kassierer Georg Nock, Schriftführerin Julika Reiner, Spielausschuss Jürgen Schmidt und Jugendleiter Mark Lange, sowie alle aktiven und passiven Beiräte. Benjamin Duffner tritt als zweiter Vorsitzender zurück. Sein Amt bleibt im kommenden Jahr unbesetzt.

Ehrungen: Die Spielernadel für 100 Spiele erhielten: Yannic Wisser (102), Marcel Hug (111), Jonas Hoch (111), Florian Szymcak (123), Julian Wölfle (130), Jonas Schneider (146), Robin Kienzler (162). Die Spielernadel für 300 Spiele erhielten: Niklas Ketterer (357) und Markus Dold (313).