Die Triberger Wasserfälle dienten jetzt als Kulisse für einen Kinofilm. Zwei Tage war eine 50-köpfige Filmcrew vor Ort, um Szenen für einen Kinder-Abenteuerfilm zu drehen. Dabei mussten die jungen Hauptdarsteller Mut beweisen und eine steile Felswand direkt im Wasserfall hochklettern.

Filmset an der Bergseebrücke

„Bitte Ruhe, wir drehen“, schallte es jetzt immer wieder aus dem Wasserfallgebiet. An der Bergseebrücke hat das Filmteam der Kurhaus Production, die den Film in Koproduktion mit dem SWR dreht, ein Filmset eingerichtet. Unter anderem wurde ein Podest aufgebaut, auf dem eine der beiden Filmkameras an einem Kran später über den Abhang gesteuert werden konnte.

Die Klappe fällt, dann heißt es „Action“ für Jungdarsteller Levi Eisenblätter (vorne). Er muss die Felswand am Wasserfall hochklettern, während die Szene in Bild und Ton festgehalten wird.
Die Klappe fällt, dann heißt es „Action“ für Jungdarsteller Levi Eisenblätter (vorne). Er muss die Felswand am Wasserfall hochklettern, während die Szene in Bild und Ton festgehalten wird. | Bild: Sprich, Roland

Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold war vor Ort, um das Geschehen zu beobachten. „Es kommt immer wieder mal vor, dass ein Drehteam hier ist. Aber für einen Kinofilm ist es schon noch einmal etwas Besonderes“, freut sich der Stadtmarketingleiter über den Werbeeffekt.

Behutsamer Umgang mit Drehort

Allerdings achtet Arnold auch darauf, dass die Leute vom Film behutsam mit dem Drehort umgehen. „Wir sind hier im Landschaftsschutzgebiet“, wies Arnold darauf hin, dass die natürlichen Gegebenheiten nicht verändert werden durften. So durfte das Filmteam beispielsweise keine baulichen Veränderungen vornehmen, die später nicht zurückgebaut werden konnten. Damit konnte sich das Team arrangieren.

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Vater-Sohn-Geschichte im Zentrum

Anfang September haben die Dreharbeiten begonnen. Ein Großteil der Aufnahmen fand um Baden-Baden statt. Wie Lukas Ritter, Assistent der Produktion vor Ort, erläuterte, handelt es sich bei dem Film mit dem Arbeitstitel „Nachtwald“ um eine Vater-Sohn-Geschichte. Die beiden Freunde Max und Paul machen sich auf, um Pauls verschwundenen Vater zu suchen. Um eine sagenumwobene Höhle zu finden, müssen sie sich quer durch die Wälder schlagen und erleben jede Menge spannende Abenteuer.

Flucht über den Wasserfall

Eines davon ist, dass die beiden Jungen, gespielt von Jonas Oeßel als Max und Levi Eisenblätter als Paul, auf der Flucht vor der Polizei eine Felswand an einem Wasserfall hinaufklettern müssen. Und genau diese Szenen wurden in Triberg gedreht. „Wir haben uns auch andere Wasserfälle angeschaut, aber diese haben uns am besten gefallen“, sagt Lukas Ritter, der von dem Drehort ebenso begeistert war wie die Kollegen des Filmteams, die unter anderem aus München und Berlin angereist sind.

Höchster körperlicher Einsatz

Was später im Film so aussieht, als ob die beiden Jungs wagemutig die rund zehn Meter hohe Felswand hinaufklettern, erforderte von den jungen Darstellern und von der Crew höchsten körperlichen Einsatz. Immer wieder mussten die jungen Darsteller nacheinander die Wand hochklettern. Nur wenige Zentimeter neben dem tosenden Wasserfall. Ein professionelles Stuntteam sicherte die beiden mit einem Klettergurt, der später in der Nachbearbeitung natürlich wegretuschiert wird.

Große Herausforderung für die Crew

Auch für die Crew war der Dreh am Wasserfall eine große Herausforderung. Kamera- und Tonleute sowie Regieassistenten mussten sich nicht nur gegen die sprühende Gischt, sondern auch gegen den Regen schützen. Die Einstellung, wie Max und Paul die Felswand hinaufklettern, wurde aus mehreren Einstellungen gedreht. So ergibt sich später im Film eine spannende zusammengeschnittene Sequenz. Einige Tage waren die Filmemacher noch im Harz, wo die Szenen in der Höhle gedreht wurden.

2022 ist der Kino-Start geplant

Voraussichtlich im Sommer 2022 kommt der Film dann in die Kinos. Dort können kleine und große Zuschauer dann die Abenteuer von Max und Paul erleben und sehen, wie sich die Triberger Wasserfälle auf der Kinoleinwand machen.

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