Der Angelsportverein Schwarzwaldquelle hat die Saison 2020 beendet. Das Anfischen hatte coronabedingt rein privat und ohne den gewohnten Umtrunk stattgefunden. Da war die Freude bei den Mitgliedern über das Abfischen ausnahmsweise groß, denn es stellte zugleich eine interne Vereinsmeisterschaft dar.

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Am frühen Sonntagmorgen war es zunächst noch recht kühl, als sich etliche Männer sowie ein paar Frauen und Kinder rund um den See niederließen. Sie packten jede Menge Gerätschaften aus und begannen Schlag 8 Uhr ihre Angeln auszuwerfen. Zwischen 8 bis 10.30 Uhr wurde der gesamte Fang, den die Petrijünger anlanden konnten, gewogen und addiert. Der Angler mit dem meisten gefangenen Fisch-Gewicht, also der König des Tages, ist jedoch nicht zwangsweise auch derjenige, der für seine Familie eine leckere Mahlzeit mit nach Hause bringt. Viele der geangelten Fische dienten schließlich auch wieder direkt als Köder.

Pünktlich 8 Uhr am Sonntagmorgen werfen die Mitglieder des Angelsportvereins „Schwarzwaldquelle“ ihre Angeln zum Königsfischen aus – mit dem nötigen Corona-Abstand.
Pünktlich 8 Uhr am Sonntagmorgen werfen die Mitglieder des Angelsportvereins „Schwarzwaldquelle“ ihre Angeln zum Königsfischen aus – mit dem nötigen Corona-Abstand. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Burger als Köder

In wenigen Tagen beginnt für die meisten Fischarten die Schonzeit. Forellen oder Saiblinge schienen nicht wirklich hungrig zu sein, obwohl sie sich durch Sprünge den Anglern gerne mal zeigten. Andere erwiesen sich als schlau genug, die Köder ganz dezent ohne Biss vom Haken zu lösen. Das war oftmals Brotteig, denn „hier werden halt trotz des Verbotes die Enten mit Brot oder Brötchen gefüttert, also ist das auch gewohntes Futter für die Fische“, erläuterten die Angler. Auf eine Art Burger als Köder setzte beispielsweise Thomas Otto: Wurm und Teig waren die Zutaten dieser Eigenkreation.

Kapitale Karpfen

„Ein paar Barsche, vielleicht auch einige Hechte oder Zander, ziemlich kapitale Karpfen und Regenbogenforellen kann man hier fangen, vielleicht auch einige Rotaugen oder Rotfedern“, nannte der neugewählte Vorsitzende Dirk Otto die Arten, die im Bergsee schwimmen. Dementsprechend hatten einige Angler auch schon mal einen schönen Fang sowie diverse „Weißfischchen“als Köder am Haken.

Nicht mal ein Mittagessen

Zugegeben, der eine oder andere Angelnde schaffte es in der Tat, eine Mahlzeit mit nach Hause zu nehmen. Doch vom Thron waren sie weit entfernt. Denn gegen gleich vier Karpfen mit einem Gesamtgewicht von 2610 Gramm von Dieter Burger kam an diesem Tag keiner an. Gut fünf Pfund Fisch – und nicht mal ein Mittagessen, denn Burger mag Karpfen ebenso wenig wie Schwiegersohn Patrik Velten oder Enkel Loris, zudem waren die Fische eher klein.

Hoffen auf das dicke Ding

„Es wäre nicht das erste Mal, dass einer noch kurz vor Schluss ein richtig dickes Ding rausholt. Und es ist sicher, dass im Bergsee richtig kapitale Karpfen mit zwanzig Pfund Gewicht drin sind“, gab der Vorsitzende, der selbst einen starken Saibling anlandete, die Hoffnung bis zuletzt nicht auf. Zur Siegerehrung wurde im Anschluss gemeinsam zur Siegerehrung ins „Bergseestüble“ eingekehrt.

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