Kritik der Besucher

1 Positives: Der Familienvater lobt in einem Schreiben an unsere Redaktion die „wunderschöne Landschaft“, den „toll ausgeschilderten“ Weg und die „vielen nützlichen Informationen an den einzelnen Stationen“.

2 Pflege: Doch eines habe ihn sehr gestört: „Obwohl der Pfad erst wenige Jahr alt zu sein scheint, wirkt er stellenweise schon sehr heruntergekommen. An manchen Infotafeln fehlen schlicht die Folien mit den einzelnen Informationen. Aber vor allem: Oftmals erkennt man die Stationen nicht einmal mehr, weil alles komplett zugewachsen ist.“ Exemplarisch nennt er die Station 13, die unter dem Motto „Der Bahnwärter“ steht. Dort sei alles „komplett zugekrautet“. Eine Bank lasse sich nicht mehr erreichen, „ohne anschließend Dutzende von Zecken anhaften zu haben“.

3 Gleise: Dann sei da noch ein Gleis verlegt, auf dem sich aber nichts tue. „Es rostet einfach so vor sich hin.“ Der Mann schlägt vor, hier etwas Sinnvolles aufzustellen, und listet als Möglichkeiten auf: „... eine alte, kleine Rangierlok als Spielgerät, einen alten Waggon oder eine Draisine, mit der die Kinder ein paar Meter hin- und herfahren können.“

4 Grillstelle: Als „Krönung“ bezeichnet er die dort angelegte Grillstelle, die wegen eines Vorhängeschlosses nicht genutzt werden könne. Es läge eine Tüte mit „verwesendem Müll“ sowie ein alter, benutzter Einweggrill in der Landschaft herum. Es wäre eine gute Idee gewesen, einen Mülleimer aufzustellen.

Eine ausragende Plattform an Station 4 des Erlebnispfades eröffnet spektakuläre Blicke auf die Bahnlinie und die umgebende Natur.
Eine ausragende Plattform an Station 4 des Erlebnispfades eröffnet spektakuläre Blicke auf die Bahnlinie und die umgebende Natur. | Bild: Stadt Triberg

Reaktion der Verwaltung

1 Positives: Arnold zeigt sich offen für kritische Stimmen. Die Leute könnten sich gerne direkt an ihn wenden. In der Regel erfahre der Erlebnispfad aber sehr viel Zustimmung und biete eine Tour durch reizvolle Natur, häufig verbunden mit einem Blick auf den Verlauf der Schwarzwaldbahn. An den 16 Stationen werde das Bahn-Thema informativ und unterhaltsam aufbereitet.

2 Pflege: Der städtische Marketingleiter Nikolaus Arnold weist darauf hin, dass sich der Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad auf zwei Touren mit jeweils sechs Kilometer Länge erstreckt und ein Mal jährlich im Auftrag der Stadt vom Maschinenring gemäht wird. Es wäre schön, wenn das zwei oder drei Mal gemacht werde, aber das scheitere an den Kosten. Es gebe keine Refinanzierung, schließlich sei die Nutzung des Weges und dessen Infrastruktur kostenlos. Manche der schwarzen Informationsfolien seien tatsächlich schadhaft und würden sich von den Säulen lösen. Vielleicht sei hier ein falscher Kleber zum Einsatz gekommen, mutmaßt Arnold. Die Folien würden im Frühjahr 2019 erneuert.

3 Gleise: Von Seiten der Stadt habe es ursprünglich auch die Idee gegeben, auf den Gleisen an der Station 13 eine Draisine aufzustellen. Doch der TÜV habe aus versicherungsrechtlichen Gründen gewarnt. Wenn sich jemand verletze, sei das haftungsrechtlich bedenklich. Trotzdem findet Arnold die von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellten und in Donaueschingen besorgten Gleise sinnvoll. Sie hätten schließlich mit dem Bahnthema des Weges zu tun und könnten spielerisch genutzt werden, beispielsweise zum Balancieren. Theoretisch könnte hier auch eine Lok aufgestellt werden, aber das sei teuer. Außerdem werde eine schöne Lok bereits am Bahnhof, also dem Start- und Zielpunkt des Weges, präsentiert.

4 Grillstelle: Mülleimer entlang des Weges aufzustellen und regelmäßig zu leeren, sei recht aufwendig. Die Stadt bitte vielmehr die Nutzer, ihren Müll mitzunehmen. Mülleimer gebe es dann am Bahnhof. Bewusst werde auch die Nutzung der dortigen Grillstelle kontrolliert, um den nachbarschaftlichen Frieden mit den dortigen Anwohnern zu sichern. Außerdem sei eine jetzige Nutzung nach der langen Trockenheit wegen der Brandgefahr nicht möglich.