Raumschaft Triberg – Erneut starker Schneefall hat in der Raumschaft Triberg vor allem morgens für Probleme gesorgt. Das haben nicht nur die Schüler zu spüren bekommen. Der angekündigte Sturm blieb allerdings harmlos.

Das Chaos begann wie schon so oft am frühen Morgen: Starker Schneefall hat den Verkehr vielerorts zum Erliegen gebracht, auf der Bundesstraße 33 ging – wie bereits am Mittwoch – teilweise gar nichts mehr. Am Triberger Gymnasium waren die Folgen deshalb deutlich zu spüren. Einige Schüler hätten es nicht geschafft, weil manche Busse nicht gefahren sind, heißt es aus dem Gymnasium. Vor allem die Schüler aus Nußbach hätten Pech gehabt, sofern sie sich auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen haben. „Der erste Bus war zum Teil überfüllt, ein zweiter ist dann aus irgendeinem Grund nicht mehr gefahren – wer nicht mit dem Auto gefahren wurde, konnte gar nicht kommen“, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bereits am Abend zuvor war es im Hohnenweg zu einem Verkehrsunfall gekommen, der den Einsatz der Feuerwehr erforderte. Eine Autofahrerin war gegen 21.30 Uhr auf schneebedeckter Fahrbahn von der stark abschüssigen Straße links abgekommen und einen Abhang hinunter gerutscht.

Ein Baum konnte verhindern, dass der Wagen auf der B  33 landete. „Wir haben das Fahrzeug gegen ein weiteres Abrutschen gesichert“, berichtet Feuerwehrkommandant Jens Wallishauser auf Anfrage. Der Sachschaden hält sich laut Polizei in Grenzen, die Fahrerin wurde glücklicherweise auch nicht verletzt. Der Triberger Kommandant sah das Ausrufen der höchsten Unwetterwarnstufe aufgrund des drohenden Orkans in Triberg und Umgebung derweil gelassen. „Wir sitzen jetzt nicht mit Helm am Arbeitsplatz“, sagt Wallishauser und lacht.

Er warnt grundsätzlich vor „Übertreibung“ und „Panikmache“. Die Feuerwehr rücke aus, wenn etwas ansteht, in besonderer Bereitschaft sei man nicht. Dass er mit seiner Einschätzung nicht falsch liegt, zeigte sich im Laufe des Tages: Trotz der Warnung vor Sturm mit Orkanböen mit bis zu 130 Stundenkilometer – vor allem oberhalb von 1000 Metern – blieb es relativ ruhig.

Denn bis zum Abend gab es nach Angaben von Kachelmannwetter nur Böen mit rund 80 Stundenkilometern. Größere Schäden blieben ersten Informationen zufolge also aus.