Triberg – Einen aktuellen Sachstandsbericht zum Breitbandausbau hatte Bauamtsleiter Alexander Kutzner beim Zweckverband angefordert, nachdem sich die Nachfragen häufen. Geschäftsführer Jochen Cabanis habe dazu Informationen ausgegeben.

Für Triberg sei der Förderantrag am 21. März gestellt worden, es habe bisher aber weder eine Ablehnung noch eine Zusage gegeben, informierte die Stadtverwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Für einen vorzeitigen Baubeginn will der Zweckverband eine Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern.

Baubeginn eventuell noch im November

Die Ausschreibung für Triberg sei erfolgt, auch die Submission wurde bereits am 17. Juli durchgeführt, Ergebnisse sind nicht bekannt. Die Beauftragung könnte zum 6. August erfolgen, je nach Entscheidung der Förderstelle wäre ein Baubeginn noch im August oder September möglich.

Der Förderantrag für Nußbach sei in Bearbeitung, jedoch fehlten noch einige Bedarfsnachweise, mit denen eine Kostenreduzierung für die Stadt verbunden sei. Die Ausschreibung sei für Dezember geplant, Baubeginn könnte je nach Bewilligung, Angeboten und Witterung noch im November sein, so Kutzner.

Möglicherweise Neuplanung nötig

Allerdings soll es Probleme mit der Zuführung der Datenhauptleitung – dem so genannten Backbone – vom Umspannwerk der EGT in Schönwald bis zur Geutsche geben. Wobei die EGT hier Hochspannungsleitungen unter die Erde mitverlegen wollte, da ein Grundstückseigentümer nicht ganz mitspiele. Sollte eine Neuplanung mit geänderter Trassierung nötig werden, seien Verzögerungen programmiert – doch ohne die Backbone-Anbindung sei schnelles Internet weder in Nußbach noch in Triberg möglich.

„Und wenn wir nur die Leerrohre einbringen?“, lautete die Frage von Ratsmitglied Susanne Muschal (SPD), während Fraktionskollege Mike Mauscherning eher die Rückläufer interessierten. Letzteres habe sich mittlerweile deutlich verbessert, doch es gebe etliche ältere Bürger, die das nicht mehr brauchen.

Zudem wollte Mauscherning wissen, wie weit die vorhandenen Pläne verbindlich seien – beispielsweise sehe er bei der Planung für sein Haus Defizite.

Die bisherige Planung sei sehr grob, wusste Kutzner. Die realen Hausanschlüsse würden gemeinsam mit Eigentümern und Bauamt geplant.

Friedhelm Weber (SPD) habe erfahren, dass die EGT ihre Leitungen gar nicht in die Erde bringen wolle – was Kutzner vehement als Fehlinformation benannte.