Die Lebensleistung des Gremmelsbacher Ortsvorstehers Reinhard Storz konnte nicht ohne Würdigung durch die Einwohnerschaft und Vertreter der Stadt Triberg bleiben. Eine Feierstunde und öffentliche Ehrung für ihn war der Wunsch der Vereine und der Bürger.

Diesem Wunsch wollte auch der bisherige Ortsvorsteher nicht im Wege stehen, obwohl ihm in seiner Bescheidenheit ein Abschied in der Stille vorgeschwebt hatte. So versammelten sich alle, die in Dorf und Stadt, in Politik und Vereinen Verantwortung tragen, im Dorfgemeinschaftshaus zu einem Stehempfang, um Reinhard Storz zu bekunden, wie hoch sie ihn und sein Werk schätzen. Und in der Tat! Die Stimmung war voll Harmonie einzigartig, unvergleichlich.

Kraft aus den Dörfern

Die Feier wurde eröffnet von der Musikkapelle Gremmelsbach, dirigiert von Slawomir Moleta. Der neue Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner begrüßte die Gäste, die gekommen waren, um Reinhard Storz zu ehren und ihm für alle Arbeit zu danken.

Bürgermeister Gallus Strobel wies auf das jahrelange, gute, freundschaftliche Verhältnis zu Reinhard Storz hin, die schöne, erfolgreiche Zeit für Gremmelsbach. Er, Strobel, habe geholfen, wo er helfen konnte, und all dies werde fortgesetzt, da Storz, erstmalig in der Geschichte der Stadt, Erster Stellvertretender Bürgermeister in Triberg wurde.

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Die Kraft in Triberg komme aus den Dörfern Gremmelsbach und Nußbach. „Soll ich noch mehr sagen?“ Zuruf: „Ja!“ Und nun fiel der Satz, den er in Gremmelsbach nicht oft genug wiederholen kann: „In Gremmelsbach ist die Welt in Ordnung!“ Heiterkeit und Beifall. Da Storz schon alle Ehrungen bekommen hatte, die die Stadt vergeben kann, erhielt er von Strobel einen Geschenkkorb, einen Gutschein und – alle Zeiten überdauernd – ein Glaswappen der Stadt Triberg überreicht.

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Im Namen aller Vereine hielt Thomas Weisser, der Teilortskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gremmelsbach, die Dankesrede. Er war wie kein anderer dazu berufen. Denn beiden ist vieles in ihrem Leben gemeinsam: Sie sind im gleichen Jahr geboren, nahmen die gleichen Bildungsweg: Kindergarten, Grundschule Gremmelsbach, Realschule Triberg, Bundeswehr in Sigmaringen – und beide blieben mit ihren Familien in Gremmelsbach. Heimatverbundenheit kennzeichnet sie aus.

Schule größter Erfolg

Als größten Erfolg bezeichnete Weisser die Umgestaltung und damit die Erhaltung des ehemaligen Schulgebäudes zum Dorfgemeinschaftshaus. Das Geheimnis seines Erfolges aber liege in den charakterlichen Vorzügen von Storz: Bodenständigkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein … So blieben sie seit ihrer Kinderzeit Freunde, Wegbegleiter und Partner.

Dankesworte und Präsente kamen vom Pfarrgemeinderat der Pfarrei „Maria in der Tanne“, Paul Kammer, von Jonny Kienzler, dem Vorsitzenden der Narrenzunft der Geißenmeckerer in Schonach und von Anneliese Schneider namens des früheren Gymnastikkreises Gremmelsbacher Seniorinnen.

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Der Nachfolger im Amt des Ortsvorstehers, Helmut Finkbeiner, würdigte das kommunalpolitische Werk von Storz, das zwei Drittel seines Erwachsenenlebens ausmacht. Aus den vielen verwirklichten Projekten griff er die wichtigsten heraus: die Gemeindestraßen, hauptsächlich die Obertalstraßenverbreiterung, die Abwasserbeseitigung, die Umwandlung des Schulhauses zum Dorfgemeinschaftshaus, die Erhaltung des Kindergarten in Gremmelsbach, „Unser Dorf soll schöner werden“, die Leitung der Jagdgenossenschaft.

Voraussetzung für das Gelingen war das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Rede gipfelte in der Feststellung: „Dein Wirken als Ortsvorsteher hat Geschichte geschrieben. Deine Arbeit war für Gremmelsbach ein Segen.“

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Fotos aus vergangenen Tagen dokumentierten diese Arbeit, indem sie den Ortsvorsteher in der Runde von Bürgern zeigten: bei der Feuerwehr, unter den Senioren, bei der neugebauten Urnenwand, und vielem anderen.

Offen für neue Entwicklungen

Der scheidende Ortsvorsteher konnte in wohlgesetzter Rede im Grundsätzlichen bleiben. Das Geschaffene wollte er erhalten, für neue Entwicklungen aber offen sein, die von notwendigen Maßnahmen Beteiligten wollte er „mitnehmen“, Bürger bei Bauvorhaben unterstützen, dafür sorgen, dass die Dorf- und Vereinsgemeinschaft, das wertvollste Pfund, das Herz der Gemeinde harmoniert, das Selbstvertrauen der kleinen Gemeinde fördern, „dass wir auch jemand sind.“