Er wolle eigentlich keine zwei Baustellen, klärte Ortsvorsteher Heinz Hettich in der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Nußbach dazu. Doch es werde womöglich so kommen, da der Zweckverband Breitband mit dem Ingenieurbüro SBK plane und sich querstelle, dies von einer anderen Stelle erledigen zu lassen.

Also werde man voraussichtlich so verfahren, dass zum einen nach der Bewilligung der Zuschüsse in Höhe von voraussichtlich etwa 65 000 Euro der Zweckverband in der Straße die Glasfaser und die EGT dazu ihre 20-KV-Leitung verlege. Im Frühjahr 2019 werde dann mit der Straßensanierung angefangen, die wohl nach der Sommerpause ausgeschrieben werden soll. Dabei gelte es unter anderem, in vier Metern Tiefe vier defekte Stellen im Abwasserkanal zu reparieren.

Bis wann denn mit der Bewilligung der Fördersumme zu rechnen sei und wie tief gegraben werden müsse, wollte Ratsmitglied Birgit Kuentz (FWV) wissen – was der Ortsvorsteher nicht beantworten konnte. Zwar habe das Land erneut 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, über die Dauer bis zu einer Zusage könne man allerdings nichts Konkretes sagen, so Hettich.

Das Kabel werde wohl in einer Tiefe von 60 Zentimetern verlegt. Dabei müssten stets auch die Gehwege passiert werden, die mit Kabeln und Leitungen gefüllt seien.

„Wenn da so wenig tief gegraben wird, ist das doch bei der Straßensanierung eher hinderlich“, stellte ein Bürger fest, was Ortsvorsteher Heinz Hettich bejahen musste. Bis zur Brücke werde dabei das Kabel verlegt, allerdings müsse man auch auf die EGT warten, die eine andere Route nehmen müsse und nicht wie geplant durch fürstlichen Wald führen könne.

Für das Vorhaben Breitband Vordertalstraße wurden 103 000 Euro genehmigt. Da jedoch zugleich Wasserleitungen sowie Erdleitungen für die EGT mitverlegt werden sollen, werden pro Laufmeter lediglich zweimal zehn Euro Zuschuss plus Material bezahlt. Die Bürger sollten eine Grabungsgemeinschaft bilden und entweder selbst graben oder einen Fachbetrieb beauftragen und diesen personell unterstützen, hieß es.

Auf Nachfrage von Rafael Kammerer (CDU) zeigte der Ortsvorsteher auf, dass er eine Verlegung des Dreifachrohrs entlang der verbauten Kanalisation bevorzuge, da lägen vermutlich noch keine Felsen auf der Strecke. Derzeit liege Glasfaser bis zum Anwesen Lauble.

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