Natürlich wird die fünfte Jahreszeit von der Holzschuehklepferzunft Gremmelsbach beherrscht, doch wäre dies eine unvollständige Beschreibung ihrer Aktivitäten. Der Jahresbericht, in der Hauptversammlung vorgetragen von Nicole Kienzler, brachte ein sehr viel breiteres Spektrum aus dem vergangenen Vereinsjahr ans Licht.

Neben den Fasnetaktionen im Dorf wie dem Aufstellen des Narrenbaums, dem Fasnetsuchen und dem Holzschuehklepferball stand noch die Teilnahme an auswärtigen Fastnachtsveranstaltungen an.

Außerdem gab es eine Wanderung. Die führte auf dem Genießerpfad Hahn und Henne bei Zell am Harmersbach mit wunderbaren Partien durch Tannenwälder und über Hochflächen mit prächtigen Ausblicken bis zu den Vogesen. Beim Aufenthalt im Heideschlössle zwischen Martinskapelle und Brend bereiteten Spiele wie Big-Pack-Sackhüpfen besondere Freude. Amüsant war auch das Skifahren von fünf Personen auf drei Skiern. Nahrhaftes Essen verhinderte Schlafstörungen durch Hunger. Am nächsten Tag schloss sich eine Wanderung zur Spechttanne an.

Touren anderer Art wurden an einem Wochenende in der Gebirgswelt des Montafon unternommen. Wenig später gab ein runder Geburtstag eines Mitglieds im Kammererhof in Nußbach Anlass zum Feiern, Lachen und Tanzen bis in die Morgenstunden hinein.

Zügig und humorvoll wurden unter der Regie von Steffi Laube die Regularien abgewickelt. Die Berichte des Kassierers Markus Fehr und des Kassenprüfers Wilfried Kunz, die Ehrung mit der silbernen Ehrennadel von Ewald Dold für 20 Jahre Mitgliedschaft.

Ortsvorsteher Reinhard Storz wurde von der Vorsitzenden Steffi Laube gebeten, die turnusmäßigen Wahlen und die Entlastung zu leiten. Er sprach dem Narrenverein als einem wichtigen Bestandteil des Gemeindelebens Lob und Anerkennung aus.

Es sei ja nicht so, dass in den Tagen der fünften Jahreszeit Betriebsamkeit herrsche, der Rest des Jahres aber ablaufe, als gäbe es die Holzschuehklepferzunft nicht. Als wäre er selbst Mitglied des Vereins, wusste Storz alle Einzelheiten aufzuzählen, die das Jahr hindurch im Stillen zu leisten sind: die Abwicklung der Geldgeschäfte, in Teamarbeit bei der Aufstellung des Programms, Kontakte mit anderen Fastnachtsvereinen. Alles, was nach außen hin locker aussieht, ist von Arbeit im Hintergrund gestützt.

Das bleibt nicht ohne Wirkung. Die Gremmelsbacher Fasnet hat in der Umgebung einen guten Ruf. Alles Engagement über die Fasnet hinaus, das gesellige Zusammensein, das schöne Miteinander strahlt in das Gemeindeleben aus. Der Verein darf sich der Unterstützung von Stadt und Dorf sicher sein.

Einstimmig waren alle Ergebnisse der folgenden Abstimmungen und Wahlen. Selbstverständlich stimmten die anwesenden Mitglieder geschlossen der Entlastung des Vorstands zu.

Die bisherigen Amtsträger führen ihre Ämter weiter fort: Kassierer Markus Fehr, zweiter Kassierer Andreas Kienzler, Schriftführerin Nicole Kienzler, stellvertretende Schriftführerin Elke Weis, Kassenprüfer Wilfried Kunz, Kassenprüferin Sylvia Schneider, Beisitzerin Brigitte Kienzler.

Besprochen wurde auch die Kampagne 2019. In den Blick genommen wurde das Programm im Dorf, aber auch die Mitwirkung in der Stadt.

Ein Thema, das Vergangenheit und Zukunft betrifft, sprach Mitglied Alfred Schlösser an. Selbst langjähriger Amtsträger an höchster Stelle, hatte er eine Sammlung von Akten und Fotos seit 1956 mit genauen Daten angelegt, die insbesondere vor Jubiläen für Chronisten der Zukunft von Interesse sein dürften. Dazu gehören alle Erstaufführungen und Erstauftritte: Holzschuehklepferball, Prinzenball, Prinzengarde, Erhebung der Zunft zum eingetragenen Verein, die Namen von Vorstand, Prinz und Zunftmeister. Die wertvolle Aktensammlung wollte er dem Verein in einer speziellen Tasche zur sicheren Verwahrung übergeben.