Die Volksbank Mittlerer Schwarzwald verschlankt ihren Vorstand von drei auf zwei Personen. Vorstandsmitglied Rainer Engel kündigte bei der Vertreterversammlung in der Stadthalle Hausach seinen Rückzug zum Jahresende an.

Zur zweiten ordentlichen Vertreterversammlung seit der Fusion begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Otto Bonath neben dem Hausacher Bürgermeister Wolfgang Hermann auch den Direktor der Bundesbank, Helmut Amann, sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem Einzugsbereich der Bank. Ebenfalls anwesend waren Vorstände der Volksbanken im Geschäftsbezirk und Vertreter aus dem genossenschaftlichen Finanzverbund.

Stabiler Arbeitsmarkt

Vorstandsvorsitzender Martin Heinzmann gab einen Überblick der volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Das Bruttoinlandsprodukt sei im ersten Quartal um 0,4 Prozent gestiegen. „Und das, obwohl die Industrie als Konjunkturlokomotive ausfällt“, stellte Heinzmann fest. Die privaten Konsumausgaben haben seinen Worten nach kräftig zugelegt und belegen den stabilen Arbeitsmarkt, der den Menschen Einkommen gewährleistet. Nach Einschätzung Heinzmanns wird das niedrige Zinsniveau bleiben.

Fusionsziele erreicht

Die bei der Fusion gesteckten Ziele wie unter anderem Stabilisierung der Ertragslage und Ausbau von Omnikanal-Banking seien erreicht.

Auf die Zahlen der Bilanz ging der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Oliver Broghammer in seinem Bericht ein. Das betreute Kundenvolumen betrage insgesamt mehr als 2,4 Milliarden Euro. „Nächstes Jahr knacken wir die 2,5-Milliarden-Marke“, so Broghammer. Bei der Vermittlung von Förderdarlehen sei die Volksbank Dauerpreisträger.

Aufsichtsräte zusammengeführt

„Die Zusammenführung beider Aufsichtsräte ist umgesetzt und die Zusammenarbeit mit dem Vorstandsteam konstruktiv und vertrauensvoll“, lobte Bonath die Arbeit der vergangenen Monate. Die Versammlung bestätigte sowohl die im späteren Verlauf des Abends von dem Aufsichtsratsvorsitzenden präsentierten Zahlen als auch die Verwendung des Jahresüberschusses (siehe Infokasten).

Doppelstrukturen abbauen

Breiten Raum haben laut Bonath die Diskussionen hinsichtlich des Strategieprozesses bezüglich der Führungsebene eingenommen. Wesentliche Fusionsziele seien unter anderem der Abbau von Doppelstrukturen, Schaffung von Synergien und Erhaltung von Kundennähe.

Wertvolle Kontakte geknüpft

Nach 24 Jahren Vorstandstätigkeit kündigte Rainer Engel in der Versammlung seinen Rückzug zum Jahresende an, der persönliche Gründe habe. „Ich gehe etwas früher in Pension, um mit meiner Frau Monika in der Nähe meiner Geburtsstadt Trier zu leben“, erklärte Engel. Er gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn er habe viele wertvolle private und geschäftliche Kontakte in den Jahren seiner Tätigkeit geknüpft. „Ich bin stolz darauf, dass ich die Erfolgsgeschichte der Volksbank mitgestalten durfte und freue mich auf die verbleibenden Monate“, so das Vorstandsmitglied.

Hausherr Bürgermeister Wolfgang Hermann stellte „seine“ Stadt kurz vor und unterstrich die Merkmale des Gemeinschaftsgedankens, der Volksbank und Kommunalpolitik verbinde.

Ordnungsgemäß geleitet

Der Prüfungsausschussvorsitzende Jürgen Nowak fasste die Ergebnisse der Berichte zusammen und erhielt die einstimmige Billigung der Versammlung, dass der Vorstand die Bank ordnungsgemäß geleitet und der Aufsichtsrat seinen Mitwirkungs- und Überwachungspflichten nachgekommen sei.

Nach Abhaltung der Regularien unter der Leitung von Wirtschaftsprüfer Michael Geiger führte Bonath die turnusgemäßen Wahlen des Aufsichtsrat durch. Wilhelm Hahn (Schonach) rückte für den scheidenden Rudolf Kastner nach.

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