Der die Raumschaft Triberg heimgesuchte Orkan Sabine forderte auch die Triberger Feuerwehren am Montag stundenlang. Zwei Autos wurden durch umgestürzte Bäume beschädigt. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

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Der Orkan beschäftigte die Nußbacher Abteilungswehr fast zwölf Stunden. Nach Auskunft von stellvertretendem Kommandant Patrick Hettich wurde die Wehr um 2.30 Uhr alarmiert und rückte mit 15 Kameraden aus.

B33 gesperrt

Schwerpunkt der Aufräumarbeiten war die B 33, die mehrere Stunden vollständig gesperrt werden musste. Dort kämpfte die Feuerwehr mit ausgewurzelten Bäumen auf der Fahrbahn und herabstürzenden Felsbrocken. Ein Fahrzeug, das kurz nach 7 Uhr auf einen Baum gefahren war, wurde wieder flott gemacht.

Feuerwehr zieht sich zurück

Zwischenzeitlich, so Patrick Hettich, musste sich die Feuerwehr wieder zurückziehen, schwere Orkanböen brachten die Helfer selbst in Lebensgefahr. Bei insgesamt 16 Einsätzen waren sie auf der ganzen Nußbacher Gemarkung mit Bäumen in Stromleitungen, herabfallenden Blechteilen und Bäumen auf den Straßen konfrontiert. Im Außenbereich wurden die Feuerwehrmänner von den Anwohnern beim Freiräumen der Straßen tatkräftig unterstützt. Gegen 14 Uhr konnte die Wehr wieder einrücken.

Die Arbeiter beseitigen die Sturmschäden. Bilder: Thomas Weisser
Die Arbeiter beseitigen die Sturmschäden. | Bild: Thomas Weisser

Die Gremmelsbacher Feuerwehr war laut Kommandant Thomas Weisser um 7 Uhr kurz in Bereitschaft, um die Sturmschäden zu begutachten. Gegen 8 Uhr wurde der erste Einsatz über die Leitstelle gemeldet. Im Bereich Obertal, Dorf und Sommerberg gab es einen Felssturz und Bäume lagen über der Fahrbahn nahe der Einmündung B 33. In deren Folge gab es einen Autounfall, da ein Fahrzeug abbremsen musste und der Nachfolgende Wagen auffuhr. Personen wurden dabei laut Weisser keine verletzt.

Forstschlepper helfen mit

Danach seien erste Meldungen wegen umgestürzter und Straßen blockierender Bäume im Bereich Gefell, Leutschenbach, Schafberg, Uhrenbühl, Kreuzloch und Richtung Hofbauer und Gummambs reingekommen. „Wir mussten allerdings bis etwa 10 Uhr warten, bis sich der Sturm etwas beruhigt hatte, um uns selbst nicht in Gefahr zu bringen“, berichtete Weisser. „Wir haben insgesamt mit zwölf Mann und zwei Fahrzeugen rund zehn Bäume beseitigt. Unterstützt wurden wir von zwei Forstschleppern, die vor Ort ausgeholfen haben. Bis um 12 Uhr war alles erledigt.“

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„Da auf der Straße zum Gummambs und Hofbauer derart viele Bäume, zwischen 40 und 50 Stück, umgeknickt wurden, musste der Bauhof die Straße sperren. Die betroffenen Waldbesitzer werden die Bäume in den nächsten Tagen beseitigen. Wir von der Feuerwehr können das nicht alleine stemmen“, so Weisser.

Bäume können jederzeit umstürzen

Der Kommandant rät auch, derzeit nicht in den Wald zu gehen. Das sei viel zu gefährlich. Durch den starken Regen sei der Boden zu sehr aufgeweicht sowie viele Bäume in einer Schieflage, sodass sie jederzeit umstürzen könnten. „Die Geutschestraße musste am Montagmorgen aus Sicherheitsgründen aufgrund umgestürzter Bäume komplett gesperrt werden“, berichtete Tribergs Gesamtkommandant Jens Wallishauser auf Nachfrage. „Wir mussten mehrere Bäume zersägen und zwischendurch auch einmal pausieren, da es wegen des Sturms teilweise zu gefährlich für die Einsatzkräfte wurde“, ergänzt Wallishauser.

Schock für Autofahrerin

Einen Schock erlitt am Montagmorgen gegen 8 Uhr eine 51-jährige Autofahrerin auf der Kreisstraße 5727, als ein Baum auf ihr Fahrzeug stürzte. Die Frau befuhr die Kreisstraße in Richtung Triberg. In einem Waldstück oberhalb der Jugendherberge fiel die Tanne auf ihr Fahrzeugdach und drückte dieses ein. Die Autofahrerin blieb laut Polizei unverletzt.

Dachziegel und Kaminkopf

Die Triberger Feuerwehr war am Montag bis gegen 15 Uhr im Einsatz. Sie musste auch in Folge des Sturms heruntergefallene Dachziegel wieder auf verschiedenen Häusern anbringen und mit Hilfe der Drehleiter einen abgerissenen Kaminkopf von einem Wohnhaus entfernen. Wallishauser hoffte am Montagmittag, dass der für nachts angekündigte Sturm nicht zu heftig wird. Er gebe zwar einige Schäden aufgrund des Orkans Sabine, doch insgesamt gesehen seien sie noch nicht so schlimm wie beim Sturm Lothar, der Ende 1999 über die Raumschaft fegte.

Strommast Bild: Pixaby
Strommast | Bild: pixabay