Sie hat sich ausgezahlt, die viele Arbeit der letzten Jahre, das Wühlen im Dreck anderer Menschen. Denn bei der Stadtputzte des Jahres 2017 gab es weder die spektakulären Funde der Vorjahre noch die riesigen Mengen.

War der größte Schutt­abladeplatz der Vorjahre noch die sichelförmige Ausweichstelle nahe des Kreisverkehrs Adelheid, fand sich hier in diesem Jahr – praktisch nichts. Im letzten Jahr wurden hier noch sogenannte „Big Bags“ zu Bergung des Mülls eingesetzt, heuer taten es ein Mann und ein Sack. In der Hauptsache seien es weggeworfene Flaschen gewesen, in der Mehrzahl „Flachmänner“, so Karate-Chef Uwe Schneider.

Wie in den vergangenen Jahren hatten sie gemeinsam mit der Islamischen Gemeinde die vermeintlich schwerste Aufgabe übernommen, vor allem entlang der Bundesstraße 500 für klare Verhältnisse zu sorgen. Für diese Aufgabe hieß es als Anforderung von Seiten der Stadt: „Achtung, Leute müssen fit sein“. Einzig an der sehr steilen Böschung des kleinen Waldparkplatzes fand die Gruppe neben wilden Biomüll-Ablagerungen noch sehr weit unten an der Böschung ein altes halbiertes Metallfass. Keine Spül- und Waschmaschinen, keine Autoreifen, nur Kleinigkeiten.

Dies zog sich auch bei den anderen Gruppen durch. Beispielsweise konnte die Skizunft, die von der Gemarkungsgrenze nahe der eigenen Skihütte bis zur Jugendherberge tätig war, nur den „normalen“ Müll finden, also Kaffee-Becher und Ähnliches.

Erstmals dabei war die Rot-Kreuz-Jugend, die sich den Eventplatz und das Wasserfall-Umfeld vorgenommen hatte. Selbst die Stadtbediensteten griffen ins Geschehen ein, sie beseitigten Laub im Waldsportbad. Einmal mehr waren die Angler des ASV „Schwarzwaldquelle an der Gutach“ aktiv. Ein „beinahe neuer Heizlüfter“, so der Vorsitzende Thomas Otto, sei dabei das höchste der Gefühle gewesen.

Klaus Nagel in Vertretung von Bürgermeister Gallus Strobel dankte den Vereinsvertretern beim Imbiss im Kurhaus. Sie hätten nicht nach dem Motto gehandelt, „das geht mich einen feuchten Kehricht an“, sondern seien beim Kehraus vorne dabei. Sie beherzigten nicht nur das „Kehren vor der eigenen Tür“, sondern seien für ein sauberes Städtchen unterwegs gewesen. „Jetzt kann sich Triberg wieder sehen lassen.“