Triberg/Donaueschingen (hs) Weit gereist und nichts bereut: Die Narrenzunft Triberg mit ihren Teufeln, dem Fuchs, dem Spättle, dem Federenschnabel und natürlich den Zunftmeistern waren mit Recht stolz darauf, an der Fasnetfeier der Fürstenberg Brauerei im Schallander in Donaueschingen teilnehmen zu können.

Noch stolzer waren sie, als sie die schmucken Bierflaschen mit Festbier sahen, zierten doch die Flaschen jeweils ein Bild vom Triberger Teufel, zusammen mit dem Unterkirnacher Kieschtock. Es sei eine hohe Ehre, dass sie auf dem Festbier zu sehen seien, erklärten die Triberger Narren, und die Kieschtöck, die ebenfalls reichlich vertreten waren, stimmten ihnen zu.

Bevor die Fasnetfeier so richtig losging, hielt „Anti-Narr“ Georg Schwende, im richtigen Leben Geschäftsführer der Brauerei, eine flammende Rede, gespickt mit Spitzen in Richtung Politik. Als „Anti-Narr“ verstehe er nicht alles, was er in dem Saal erblicke, manch einer der Narren könne kaum laufen, so schwer sei er mit Orden behangen, staunte er. Beim Blick in den Saal sehe er viel Prominenz, auch ein paar „Normale“, tröstete er sich. „Was ist aus der Narrenfreiheit geworden, dem Georg Schwende ist das wurscht, Hauptsache ihr trinkt viel Bier und habt viel Durscht“, reimte er fröhlich. Der Anti-Narr erhielt viel Beifall, dann gab er die Bühne frei für die Narrenzunft Triberg, die zum Narrenmarsch, den die Brauereikapelle Donaueschingen spielte, einmarschierte.

Der Zunftmeister Volker Fleig verkündete, wie stolz Triberg sei, in Donaueschingen zu sein, allerdings konnte er nicht verstehen, dass auf den Fasnetplakaten der Brauerei stand: „Wir im Süden. Bei Euch ist es doch viel kälter als bei uns im Wald“, monierte er. Er bot einen Rückblick auf die lange Geschichte der Narrenzunft Triberg, währenddessen die Spättle schon mal nach Opfern suchten. Trost hatte er für den „Anti-Narr“, der den Rückgang des Bierkonsums beklagt hatte: „Im Umzug wird heftig gesoffen, das lässt die Brauerei hoffen“, versprach er. Er erläuterte die schönen Holzmasken seiner Narren. Der Teufel habe zwar ein Gesicht in schwarz und rot, aber er könne lachen wie ein Bub, so Fleig.

Nachdem sich die Festkollegen aus Unterkirnach ebenfalls vorgestellt hatten, wurde gefeiert und gesungen. Bis 22 Uhr ging das Spektakel, die Stimmung war ausgezeichnet, der Saal komplett gefüllt, so muss es sein.