Wichtigste Ziele der SPD als Fraktion sind die Vermeidung einer Mehrheit ohne ihre Beteiligung oder gar einer absoluten Mehrheit. Das soll garantieren, dass eigene Standpunkte und Ideen eingebracht werden können.

Mindestens der Gewinn der fünf Mandate, die bisher besetzt werden konnten, steht für die Sozialdemokraten an erster Stelle. Das Ehrenamt eines Gemeinde- oder Ortschaftsrats soll die Vertiefung aller Ressorts durch Bürgerbeteiligung im Sinne der repräsentativen Demokratie sichern, erläuterte eingangs Vorsitzender Friedhelm Weber.

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Jens Löw, Kreisvorsitzender, unterstrich, was für die SPD von großer Wichtigkeit sein dürfte. Es sollte Wählern bewusst sein: Kommunalpolitik wird sachorientiert gemacht, losgelöst von Bundespolitik oder ideologischen Dogmen der Parteien an sich.

Friedhelm Weber wies darauf hin, dass die SPD anstrebe, einen Abgeordneten für den Kreistag zu stellen.

Nach den üblichen Formalitäten, darunter die Wahl der Wahlkommission sowie die Feststellung der Wahlberechtigung, die durch sieben anwesende SPD-Mitglieder gewährleistet war, folgte die Vorstellung der Kandidaten.

  • Susanne Muschal, 53, Architektin, verheiratet, zwei Kinder, rückt Bürgernähe, bessere Informationspolitik sowie die Stadt- und Jugendentwicklung in den Vordergrund. Für sie sind eine Bürgerversammlung und ein Jugendgemeinderat zentrale Themen.
  • Friedhelm Weber, 74, Oberpostrat a.D., verheiratet, zwei Kinder, möchte sein Augenmerk verstärkt auf Bildung, Kitas und Schulen richten, aber auch die Verträglichkeit des Tourismus mit den Bedürfnissen der Einheimischen und die Verbesserung des Nahverkehrs sind ihm ein Anliegen.
  • Ute Meier, 60, Fachwirtin im Sozialen, verheiratet, zwei Kinder, liegt besonders die Gestaltung des Friedhofs am Herzen. Das Schwimmbad ist ihr ebenfalls wichtig und sie steht ein für kostenfreie und gute Bildung.
  • Mike Mauscherning, 50, Elektrikermeister, zwei Kinder, möchte in seiner dritten Amtszeit die SPD-Linie fortführen, was Familien, Vereine, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und erneuerbare Energien angeht, sowie „die ansonsten gute Arbeit des Bürgermeisters ab und an in die richtige Richtung lenken“.
  • Sabine Hummel, 51, Industriekauffrau, ledig, drei Kinder, möchte den Kurgarten für Einheimische attraktiv machen, Schulen und Jugend stärker einbinden sowie die Vereine unterstützen.
  • Martin Burkert, 29, IT-Projektleiter, ledig, möchte die Verkehrsanbindung verbessern. Er möchte mehr dafür tun, „dass die Vereine attraktiv bleiben“. Auch die Abendgestaltung für die Jugendlichen will er verbessern.
  • Angela Nock, 53, gelernte Landwirtin, geschieden, sieht ihre Stärken in den Ressorts Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie darin, „dass man zu einem tragfähigen Ergebnis kommt“. Als Grünen-Mitglied kandidiert sie für die SPD.
  • Daniel Offenburger, 45, Konstrukteur, verheiratet, ein Sohn, legt sein Augenmerk auf Barrierefreiheit. Er möchte die Idee eines Behindertenbeauftragten einbringen. Durch seine Erfahrung im Vereinswesen stellte er fest: „Was den Kindern fehlen würde, ist das Geld.“ Die überbordende Bürokratie für die Vereine ist ihm ein Dorn im Auge.
  • Petra Gilg, 52, Einzelhandelskauffrau, verheiratet, zwei Kinder, sieht die Vereine und besonders die Steigerung der Attraktivität der Stadt für Jugendliche als wichtige Punkte ihrer Kandidatur.
  • Marcel Miškovi, 19, auszubildender Industriemechaniker, ledig, rückt die Förderung der Vereine, insbesondere die Jugendarbeit sowie die Anschaffung von Geräten und die Instandhaltung der Sportstätten in den Fokus, ebenso die Verbesserung der Infrastruktur.
  • Simone Lorbeer, 42, Altenpflegerin, verheiratet, zwei Kinder, ist engagiert im Elternbeirat der Realschule und möchte Schulen und Bildung fördern.

Ortschaftsratskandidaten Nußbach

  • Diana Reiner, 54, Mechanikerin, verheiratet. Ihr liegen viele Themen am Herzen. Besonders Barrierefreiheit, Naturschutz sowie die Idee eines Bürgerbusses für ältere Mitmenschen.
  • Fritz Maier, 75, Metallbaumeister, verheiratet, zwei Kinder, hat sich den behindertengerechten Ausbau der Stadt vorgenommen. Er sieht die Arbeit mit Jugendlichen als wichtigen Punkt.
  • Martin König, 62, Mechanikermeister, verheiratet, stellt sich zur Wahl.
  • Malte Klinge, 44, Finanzberater, fest gebunden, möchte die Attraktivität für zuzugswillige Familien erhöhen sowie die Infrastruktur verbessern. Er setzt sich ein für eine gelebte Ortsgemeinschaft und bessere Integrationschancen für Flüchtlinge.