Triberg – Bei der dritten Auflage der Schwarzwaldbahn-Tage wurde bei echtem bei Kaiserwetter ein abwechslungsreiches Programm geboten. Rund um den Triberger Bahnhof kamen sowohl Bahnfreunde als auch Kinder voll auf ihre Kosten. Vor allem die Fahrten mit dem nostalgischen Zug, gezogen von der alten Dampflokomotive 50 2988 und dem Schienenbus „Roter Heuler“, verzauberten Jung und Alt.

Ständig in Betrieb ist die kleine Lok, ein Magnet für Kinder.
Ständig in Betrieb ist die kleine Lok, ein Magnet für Kinder. | Bild: Kommert

Das Teilstück der Schwarzwaldbahn von Hornberg nach St. Georgen gilt als eines der sehenswertesten auf der Gebirgsbahn und konnte auf verschiedene Weise erkundet werden. So gab es zum einen mehrmals die Möglichkeit, an Sonderfahrten mit dem Dampfzug nach Hornberg und zurück teilzunehmen oder die Strecke von Triberg nach St. Georgen mit dem Schienenbus 796 625 zu befahren. Die Fahrten wurden moderiert.

Der Lärm und typische Geruch, den der rauchende Koloss verursachte, war für viele jüngere Mitfahrer ein anfangs eher ungewohntes Erlebnis, an das sie sich allerdings schnell gewöhnten. Am Bahnsteig und entlang der Fahrstrecken hatten sich unzählige Fotografen versammelt, um das selten gewordene Schauspiel einer solch altertümlichen Eisenbahnfahrt festzuhalten.

So sahen früher Salon-Wagen aus, hier im Luxuszug Rheingold.
So sahen früher Salon-Wagen aus, hier im Luxuszug Rheingold. | Bild: Kommert

Auch bei einem Fußmarsch auf dem zweigeteilten Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad wurden die Eisenbahnfans von Experten begleitet und erhielten allerlei Kenntnisse über den Bau oder das Leben an der Schwarzwaldbahn. Nebenbei erlebten sie immer wieder Blicke auf die Panoramen entlang der Zugstrecke.

Rund um den Bahnhof in Triberg, der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Veranstaltung war, wurde Einiges geboten. So gab es auf dem dritten Gleis eine ganze Reihe von Lokomotiven aus verschiedenen Epochen zu sehen. Dabei konnten die Besucher die Führerstände besichtigen, und nicht wenige staunten über die Entwicklung, die die verschiedenen Steuergeräte im Laufe der Zeit durchgemacht hatten. Im Sitz der modernen E-Loks war man in Gedanken schon fast ein richtiger Lokführer, vor allem wenn man eine „Führerstandfahrt“ mit der winzigen E-Rangierlok E6903 machte.

Ebenfalls mehr als einen Blick wert waren die riesigen Trucks der Südtiroler Firma Melmer, die mit fantastischen Air-Brush-Kunstwerken auf den Silotanks und den Führerhäusern Blicke anzogen. Daneben bot auch der Hornberger Motorsägen-Holzschnitzer Werner Brohammer die Möglichkeit, ihn beim Herstellen einer Skulptur zu erleben. Eine weiterer Höhepunkt war die Tour mit dem Wasserfall-Express, der die Gäste zu Zielen in der Innenstadt brachte. Gleichzeitig freuten sich die Kinder über eine kleine Dampflok, mit der sie regelmäßig ihre Runden drehen konnten.

Für das leibliche Wohl sorgten zum einen die Bahnhofsbäckerei sowie die Männer und Frauen des FC Triberg, die allerlei Speisen und Getränke im Zelt anboten. Zudem verkauften einige private Händler kleine Schätze, die sie im Laufe der Zeit rund um das Thema Robert Gerwig und die Schwarzwaldbahn gesammelt hatten. Der Sonntag wurde von der Stadt- und Kurkapelle Triberg mit Musik zum Frühschoppen musikalisch zünftig eröffnet.