Auf Betreiben von Stadtmarketingchef Nikolaus Arnold hatte sich Triberg mit dem Weihnachtszauber für einen bundesweiten Wettbewerb um den schönsten weihnachtlichen Ort beworben. Und – Triberg ist „Best Christmas City 2016“ in der Kategorie Kleinstadt. „Wenn es uns keine zusätzliche Arbeit macht“, sei dabei Prämisse sowohl von Bürgermeister Gallus Strobel als auch von den Machern Rainer Huber und Thomas Weisser gewesen, erinneren sich die Verantwortlichen. Arnoldmachte sich an die Bewerbung.

Nur um irgendwann festzustellen, dass sie weit abgeschlagen auf Platz 15 in der Publikumsgunst lagen. „Dann haben wir das aus den Augen verloren“, gestehen sie allesamt. Vor wenigen Tagen sei ein Anruf gekommen, ob jemand kommen würde zur Messe Frankfurt zur Preisverleihung. Oscarmäßig sei die Preisverleihung gelaufen, denn anders als beim Publikumspreis zählte hier nur der Eindruck der Fachjury. „And the Winner is – Triberg im Schwarzwald“, hieß es dann, beschrieb Thomas Weisser den entscheidenden Eindruck. „Es ist in der Kategorie Kleinstadt, ich bin aber sicher, wir hätten auch gewonnen, wenn es keine Kategorien gegeben hätten“, zeigte sich Weisser selbstbewusst. Die Jury sei tief beeindruckt gewesen, eine der Jurorinnen habe gar erzählt, sie seien beinahe zu Tränen gerührt gewesen.

Das sei für sie der Beweis, dass sie in den vergangenen 13 Jahren alles richtig gemacht hätten, war sich Weisser sicher. Angefangen mit einem mehr oder weniger improvisierten Programm über vier Tage mit 1200 Besuchern, sei man heute bei einer Million Lichter und einem anerkannt guten Showprogramm auf dem richtigen Weg. „Der riesige Erfolg ist nicht nur unser Verdienst, auch die Stadt und ihre Bewohner sowie das Umland haben ihren Anteil daran, vor allem aber auch unser riesiges Team rund um die Veranstaltung“, stellte Weisser fest.

Man sei immer weiter am Überdenken, wo man noch etwas besser machen könnte, bestätigte auch der Bürgermeister. Entstanden und weiterentwickelt worden sei der Weihnachtszauber durch „zwei Visionäre, die bereit sind, über den Tellerrand hinauszuschauen“, bestätigte er. Die Gemeinde sei zur Mitwirkung bereit, könnte auch unterstützend mitgehen, ansonsten seien ihr aber finanziell Grenzen gesetzt.

„Irgendwann müssen wir uns auch mal einem internationalen Wettbewerb stellen“, zeigte sich Weisser überschwänglich. Übrigens – das Publikumsvoting sei recht uninteressant, die „dicken Preise“ holten sich die Jury-Sieger. Im Fall der Wasserfallstadt sind dies 6500 Euro eines Sponsors, die für „Städtedekoration“ gedacht sind. „Aber bitte weiterhin das schöne Warmweiß bei der Beleuchtung“, so Strobel.