Mit dem Triberger Weihnachtszauber vom 25. bis 30. Dezember geht ein spannendes Jahr für die Triberger mit Lichterglanz zu Ende.

Das Thema Nummer 1 war sicher die Bürgermeisterwahl. „Triberg hat Zukunft“ lautete der Wahlslogan des 63-jährigen Amtsinhabers Gallus Strobel. Er wurde am 12. November in seine dritte Amtszeit mit 94 Prozent der Stimmen gewählt. Allerdings hatten nur knapp 30 Prozent der wahlberechtigten Triberger abgestimmt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht, da die Bewerbung von Günther Mökesch abgelehnt worden war. Mökeschs anschließenden Einspruch gegen die Wahl hat das Landratsamt Schwarzwald-Baar inzwischen als unbegründet zurückgewiesen. Seine Bewerbung sei zu Recht vom Gemeindewahlausschuss nicht zugelassen worden.

Strobel hat weiterhin ehrgeizige Ziele, unter anderem soll das 1935 erbaute Waldsportbad umgebaut werden. „Das zentrale Thema der nächsten Amtsperiode wird die Belebung der Unterstadt, vom Marktplatz bis hinunter zum Lidl, sein“, sagt Strobel. Er will Triberg und die Ortsteile Nußbach und Gremmelsbach stärken. Ein weiteres Ziel ist die Belebung auf dem Areal des neuen Edeka-Markts. Auch in die Schulen wurde und wird kräftig investiert. Nun soll auch die Realschule zur Ganztagsschule werden, mit entsprechenden baulichen Veränderungen.

Als ähnlich konfliktreich wie die Bürgermeisterwahl erweist sich der Eulen- und Greifvogelpark, der in diesem Jahr seinen Betrieb aufgenommen. Für die einen ist er touristische Bereicherung, weitere Attraktion in der Wasserfallstadt und eine der wenigen Chancen zur gezielten Nachzucht gefährdeter oder in der Natur bereits ausgestorbener Arten. Eine Flugshow im Park, vorgeführt von den Falknern Jennifer Gängel und Daniel Luchsberg, beeindruckt die Besucher – ganz besonders, wenn die großen gefiederten Genossen direkt über den Köpfen der Besucher auf der Tribüne ihre Runden drehen. Für Tierschützer dagegen ist es schlicht tierquälerisch, die Vögel, die in der Natur ein riesiges Gebiet als Lebensraum haben, in Volieren zu sperren. Sie bestreiten vehement, dass diese Art, Greifvögel zu halten, als Anschauungsunterricht tauglich und irgendwie artgerecht sein kann.

Erfreuliches gibt es in Sachen Städtepartnerschaft: Triberg und das südfranzösische Fréjus feiern 2018 das 55-jährige Bestehen der Partnerschaft. Deshalb wird das Festjubiläum vom 8. bis 10. Juni in Triberg ausgiebig gefeiert. Zum 50-jährigen Jubiläum reisten 2013 weit mehr als 500 Triberger nach Fréjus. Das Festprogramm ist bereits festgezurrt: Erwartet werden die Jubiläumsgäste am Freitagvormittag, 8. Juni. Nachmittags gibt es einen offiziellen Festakt auf dem Marktplatz, bei dem die Freundschaftsurkunde neu unterzeichnet wird. Der zweite Tag des Jubiläums gilt als Triberg-Tag, bei dem die Gäste die lokalen Attraktionen besichtigen können. Gemeinsam mit den Triberger Vereinen kann sich die Delegation aus der Partnerstadt auf der Bühne im großen Schinkenfest-Zelt präsentieren. Nach einem Festgottesdienst am Sonntag werden die Besucher aus Fréjus gemeinsam mit den Schwarzwälder Trachtenträgern und den Triberger Vereinen im großen Festumzug durch die Stadt ziehen. (cas)