Der unerwartete Tod von Alfred Schlösser löste in Gremmelsbach tiefe Trauer aus. Für das Dorf und für die Gesamtstadt hinterlässt er eine Lücke, die nicht leicht zu schließen sein wird.

Überaus geschätzter Bürger

Alfred Schlösser war ein überaus geschätzter Bürger, immer auf das Wohl Einzelner wie das der Gemeinschaft bedacht, ein Menschenfreund, gesprächsbereit, hilfsbereit, gutmütig, guttätig, wo immer seine Hilfe gebraucht wurde. Er liebte Menschen um sich und sah sich gern in ihrer Mitte.

Betrieb aus kleinen Anfängen heraus aufgebaut

Für seinen Beruf als Fabrikant brachte er alle Voraussetzungen mit. Aus kleinen Anfängen heraus baute er einen mechanischen Betrieb auf und leitete ihn durch krisenhafte Zeiten. Gefordert waren technisches Können und wirtschaftlicher Durchblick. Beides stand ihm zur Verfügung.

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Soziales Verhalten vorbildlich

Kontakte zu Geschäftspartnern waren auf Vertrauen gegründet, das sicherte ihm den Erfolg, kalte Berechnung lag ihm fern. Sein soziales Verhalten vorbildlich. Wenn für viele die Arbeitslosigkeit ihr Problem wurde, fand er immer noch einen Platz in seinem Betrieb, um einen Menschen von der Straße wegzuholen.

Gerne unter Menschen

Er liebte es, unter Menschen zu sein, am Feierabend und nach Sitzungen im Gasthaus bei einem Glas Bier, er liebte die Fröhlichkeit in Vereinen, es war eine Freude, mit ihm zusammen zu sein. Als nach dem Austritt mehrerer älterer Mitglieder aus der Holz­schuehklepferzunft die Auflösung des Vereins drohte, gelang es ihm, diesen zu neuer Blüte zu führen.

Jahrzehntelanges Vereinsmitglied

Er verfügte nicht nur über Fähigkeiten eines erfolgreichen Unternehmers. Er liebte die Musik und war jahrzehntelang Mitglied im Männergesangverein Harmonie in Gremmelsbach und in der Sängerlust in Triberg.

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Engagierter Natur- und Wanderfreund

Der Verstorbene liebte die Natur in nah und fern. Man traf ihn auf dem Höhenweg Pforzheim/Waldshut am Brunnholz. Er wirkte im Verborgenen: auf dem Göttlerweg, dort hatte er die Patenschaft, indem er über weite Strecken die Verbuschung verhinderte. Er wanderte gern in den Bergen Vorarlbergs und in der Schweiz, ideale Ziele zum Skifahren. Er reiste auch in ferne Länder, nach Singapur, Madeira, Russland und in die Vereinigten Staaten.

Aktiv in der Feuerwehr

Seine Liebe galt aber in der Hauptsache seinem Heimatdorf. Er war bereit, praktische Aufgaben wahrzunehmen, beginnend 1966 bei der Feuerwehr Triberg, 1976 wechselte er zur Feuerwehr Gremmelsbach, war Maschinist und Hauptfeuerwehrmann bis zur Altersgrenze 2004.

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Mehr als 30 Jahre lang im Ortschaftsrat Gremmelsbach

Schlösser stellte sich auch der politischen Verantwortung im Teilort und in der Gesamtstadt. Mehr als 30 Jahre lang war er von 1984 an Mitglied des Ortschaftsrats Gremmelsbach. Dreimal, erstmalig 1984, wurde er in den Gemeinderat der Stadt Triberg gewählt, wo er Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler war.

Seit 2009 zweiter stellvertretender Bürgermeister von Triberg

1994 bis 2014 wurde er Stellvertretender Ortsvorsteher in Gremmelsbach und seit 2009 zweiter stellvertretender Bürgermeister von Triberg. Er war Ortschaftsrat und Stadtrat in der Fraktion der Freien Wähler in Triberg, in aller Loyalität zu Ortsvorsteher Reinhard Storz. Seinem Weitblick ist es letztlich zu verdanken, dass die „Adelheid“ zum Gewerbegebiet bestimmt wurde.

Ehrenamtliche Grünflächenpflege im Dorf

Ungezählte Stunden widmete sich Alfred Schlösser der Allgemeinheit aber nicht nur in Sitzungen, ihm war auch keine praktische Arbeit zuviel. Im Dorf sah man ihn häufig auf dem Kirchplatz, um die Pflanzen um den Dorfbrunnen, den Hag um den Friedhof zu schneiden, die Rasenfläche auf dem Friedhof zu mähen, die Hecken zu stutzen.

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Viel im Einsatz für seinen Heimatort

Dies alles ehrenamtlich, ohne je eine Entlohnung zu fordern. Nie machte er Aufhebens davon. Die Container am Kohlplatz erhielten auf seinen Vorschlag hin eine Tuja-Verblendung, und damit hatte der Platz sein gepflegtes und freundliches Aussehen. Er stiftete das Dach auf dem Spielturm des Kinderspielplatzes. Fast selbstverständlich fielen ihm der Vorsitz und die Organisation der Fernsehgemeinschaft zu.

Ein reiches und vielfältiges Leben

Es war ihm vergönnt, im Kreis seiner Familie seinen 80. Geburtstag zu feiern. So durfte er auf ein reiches, vielfältiges Leben zurückblicken.

Hohe Auszeichnungen

Als verdiente Ehrung verlieh ihm die Stadt Triberg für sein kommunalpolitisches Engagement die Bürgermedaille in Gold, ebenso gab es eine Ehrung des Städtetags. Das Land Baden-Württemberg zeichnete ihn mit der Landesehrennadel aus. Die Dankbarkeit seiner Heimatgemeinde ist Alfred Schlösser über den Tod hinaus sicher.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet auf Wunsch des Verstorbenen im engsten Familienkreis statt.