Einen unvergesslichen Abend erlebten die Besucher in den Kronenlichtspielen. Dort läuft gerade der Film „Maleika“. Eine besondere Freude war es für die Kinobetreiber Margarete und Anton Retzbach, dass Regisseur Matto Barfuss persönlich anwesend sein konnte.

Er begrüßte die zahlreich im Kinosaal gespannt auf den Film wartenden Besucher mit dem afrikanischen Grußwort Jambo. Der auch als Gepardenmann bekannte Matto Barfuss hatte den Traum eines kleinen Jungen, nämlich als erstes die Leidenschaft für Katzen und zweitens wollte er mit Bildern in der Welt etwas verändern.

1996 lernte er die Gepardin Diana mit ihren fünf Babys kennen. Für ihn war es Liebe auf den ersten Blick und seither kommt er von diesen faszinierenden Tieren nicht mehr los. Barfuss vermutet, dass die Gepardin Maleika eine Urenkelin von Diana ist. Maleika bedeutet Engel. Sie hat in elf Jahren nur einen Sohn durchgebracht und im Jahr 2013 sechs Junge geboren. In dem Film sind die ersten 18 Monate ihres Nachwuchses zu erleben. Grandiose Aufnahmen dieser majestätischen Tiere verzaubern von Anfang an. Mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde gehen sie auf die Jagd. Im Norden der Serengeti sind die dort lebenden Tiere auf sich gestellt: „Fressen oder gefressen werden“ sei die Überlebensstrategie. Was Maleika alles unternimmt, um ihre Jungen durchzubringen, wird gezeigt. Dramatik pur und große Gefühle bis zu Tränen sind keine Seltenheit.

Barfuss zusammen mit den Triberger Kinobetreibern Margarete und Anton Retzbach.
Barfuss zusammen mit den Triberger Kinobetreibern Margarete und Anton Retzbach.

Die Stimme von Max Moor passt perfekt zu dem nach Disney-Art auf drei Ebenen erzählten Film. Barfuss schreibt in seinem Faltblatt zum Film: „Hätte ich ein Drehbuch geschrieben, hätte ich es nicht schöner und dramatischer schreiben können.“

Der leidenschaftliche Tierfilmer beantwortete nach dem Film noch etliche Fragen der Besucher und erklärte: „Ich darf nie den Respekt vor der Natur verlieren und muss immer auf der Hut sein. Oft konzentriert man sich auf die großen Gefahren und vergisst die kleinen, wie Schlangen oder Skorpione.“ Auch während er seine Bücher signierte, war er noch rege im Gespräch mit den Anwesenden.

Einige Frauen gaben offen zu, während des Films Tränen vergossen zu haben, so auch Ursula Rißler aus Schönwald. Sie meinte: “Die Natur ist halt so, damit habe ich gerechnet. Mir hat auch die im Film vorkommende Löwenmutter leid getan, die zwei ihrer Jungen verloren hat.“ Michael Fehrenbach aus Triberg war durch Vorberichte zu diesem Film bestens informiert. Er hatte das Gefühl, sich mittendrin in der Handlung zu befinden.

Eine weitere Besucherin war von der Schnelligkeit der Geparden fasziniert und wie aufmerksam Maleika zu ihren Jungen war. Die Liebe der Mutter zu ihren Jungen war spür- und erlebbar.

Maleika

Der Film ist für Tierfreunde und Naturliebhaber äußerst empfehlenswert. Er läuft in den Kronenlichtspielen noch am Samstag, 21. Oktober um 17 Uhr und am Sonntag, 22. Oktober um 15 und 17 Uhr. Bei großer Nachfrage zeigen Retzbachs den Film auch noch länger.