Die Kommunalwahl steht an – wie wähle ich richtig? Das fragen sich viele Bürger. Das Triberger Wahlamt gibt daher einige Tipps.

Viele Optionen – und daher auch kompliziert

Unechte Teilortswahl, kumulieren, panaschieren, positive Kennzeichnung sind verschiedene Begriffe aus dem Kommunalwahlrecht, die jedoch vielen Wählern nichts sagen. „Dadurch entstehen bei jeder Kommunalwahl ungültige Stimmzettel und damit leider ungültige Stimmen“, so Janice Ketterer vom Wahlamt.

„Für die Wahlen der Gemeinde-, Ortschafts- und Kreisräte gelten grundsätzlich die gleichen Bestimmungen. Jeder Wähler hat so viele Stimmen, wie Vertreter zu wählen sind. Jedem Bewerber können bis zu drei Stimmen gegeben werden (kumulieren). Es können nur Bewerber gewählt werden, die auf dem Stimmzettel aufgeführt sind“, so Ketterer.

Garantierte Sitze für Nußbach und Gremmelsbach

Bei der Gemeinderatswahl in Triberg ist die unechte Teilortswahl eine Sonderregelung, die eine garantierte Repräsentation der beiden Ortschaften Nußbach und Gremmelsbach im Gemeinderat sichert. Nußbach hat vier sichere Sitze im Gemeinderat, Gremmelsbach zwei. Die restlichen zwölf Sitze bleiben in Triberg. Zusammen ergibt sich die Gesamtzahl von 18 Sitzen.

Jeder Wähler hat 18 Stimmen

Es werden also 18 Gemeinderäte bei der anstehenden Wahl gewählt. Jeder Wähler hat bei der Gemeinderatswahl 18 Stimmen: Diese dürfen nun auf die Bewerber aller drei in Triberg vorhandenen Wahlvorschläge der Parteien CDU, FWV und SPD verteilt werden. „Bei der Gemeinderatswahl ist aber unbedingt darauf zu achten, dass nicht mehr Bewerbern in den drei Wohnbezirken Stimmen gegeben werden, als Vertreter zu wählen sind“, so Ketterer.

Stimmverteilung je nach Wohnbezirk

Das heißt konkret: Für den Wohnbezirk Triberg dürfen insgesamt auf allen drei Stimmzetteln nicht mehr als zwölf Bewerbern Stimmen gegeben werden. Im Wohnbezirk Nußbach dürfen auf allen drei Stimmzetteln nicht mehr als vier Bewerbern Stimmen gegeben werden, und im Wohnbezirk Gremmelsbach dürfen insgesamt auf allen drei Stimmzetteln nicht mehr als zwei Bewerbern Stimmen gegeben wurden“, informiert Ketterer.

Klare Kennzeichnung notwendig

Die Kennzeichnung erfolgt, indem die Wähler in das Kästchen hinter dem vorgedruckten Namen jeweils ein Kreuz oder die Zahl 1 setzen, wenn sie dem Bewerber eine Stimme geben wollen. Oder die Zahl 2 oder die Zahl 3 setzen, wenn sie ihm zwei oder drei Stimmen geben wollen.

„Man kann einen Stimmzettel auch im Ganzen kennzeichnen, dann erhält jeder Bewerber auf dem Zettel eine Stimme. Da teilweise nur 17 Kandidaten oder weniger auf einem Stimmzettel stehen, hätte man somit sein Stimmenkontingent jedoch nicht ausgeschöpft“, erklärt Ketterer.

Das könnte Sie auch interessieren

Man könne auch auf einen Stimmzettel Bewerber von anderen Wahlvorschlägen aufführen (panaschieren, Stimmen mischen) und diesen eine, zwei oder drei Stimmen geben. So könne man Max Mustermann von der Liste der Partei A in die freien Zeilen des Wahlvorschlags der Partei B oder C eintragen und dahinter die gewünschte Stimmenanzahl setzen.

Ortschaftsratswahlen sind einfacher

„Die Stimmabgabe bei den Ortschaftsratswahlen der Ortschaften Nußbach und Gremmelsbach gestaltet sich ein wenig einfacher. Auch hier ist kumulieren und panaschieren möglich“, so Ketterer weiter. Bei den Ortschaftsratswahlen müsse ebenfalls darauf geachtet werden, dass nicht mehr Stimmen abgegeben werden, als Ortschaftsräte zu wählen sind. In Nußbach werden neun Ortschaftsräte gewählt, demnach sind neun Stimmen zu vergeben. In Gremmelsbach sind sieben Ortschaftsräte zu wählen, somit hat jeder Wähler sieben Stimmen.

Sechs Stimmen pro Wähler bei Kreistagswahl

Bei dieser Wahl sind sechs Mitglieder im Wahlkreis IV, St. Georgen/Triberg, zu wählen und somit maximal sechs Stimmen zu vergeben.

Merkblatt und Behörde weisen den Weg

„Ganz durchgestrichene, durchgerissene oder durchgeschnittene Stimmzettel sind ungültig; ein Abtrennen der mittels Perforation verbundenen Stimmzettel ist zulässig“, erklärt Ketterer. Alle Stimmzettel (Gemeinderat, Kreistag, Ortschaftsrat) sind mit einem Merkblatt versehen. Dort ist aufgeführt, wie viele Stimmen der Wähler für die entsprechende Wahl hat.

Fragen zur Wahl beantworten beim Wahlamt: Janice Ketterer, Telefon 07722/953 252, E-Mail: Janice.Ketterer@triberg.de oder Barbara Duffner, 07722/95 32 13, E-Mail: Barbara.Duffner@triberg.de, Fax: 07722/95 32 23.

Sofort informiert über Kommunalwahl-Ergebnisse: Über die SÜDKURIER Online-App informieren wir Sie direkt per Push-Nachricht auf Ihrem Smartphone über die Wahlergebnisse Ihrer Gemeinde. Um Push-Nachrichten zu empfangen, melden Sie sich einfach in der App an, wählen Ihren Heimatort und aktivieren in Ihren Profileinstellungen das Empfangen von Push-Nachrichten für Ihren Heimatort. Jetzt herunterladen