Es zeigte sich beim achten Schinkenfest in der Wasserfallstadt einmal mehr, dass der absolute Bringer der Trachtenumzug ist, der in diesem Jahr auch schon zum vierten Mal stattfand.

Bestens organisiert ist das Fest, doch wie stets gab es auch in diesem Jahr einige Neuerungen. Moderiert von Gerdi Kienzler, erlebten die Festbesucher schon am Samstagnachmittag die erste Neuheit. Wegen der zeitweise doch recht feuchten Witterung fiel der angedachte, kurze Umzug der Musikkapellen vom Kurhaus ins Festzelt weitgehend aus, es lief nur der Triberger Fanfarenzug gemeinsam mit den befreundeten Musikern des Kübelesmarkts Bad Cannstatt.

Der Musikverein aus Dingelsdorf am Bodensee begeistert das Publikum im Festzelt.
Der Musikverein aus Dingelsdorf am Bodensee begeistert das Publikum im Festzelt. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Im großen Festzelt hatten sich bereits die Musikvereine aus Dingelsdorf am Bodensee, Fischbach, Neudingen und Oberschopfheim verteilt, die nach dem Auftritt der beiden Fanfarenzüge ihre jeweiligen Auftritte hatten, bejubelt von den mittlerweile schon recht zahlreichen Besuchern des Festes.

Jodlerclub aus der Schweiz zu Gast

Gegen 18 Uhr gab es einen weiteren Höhepunkt: Der Seeländer Jodlerclub Zytrösli aus der Schweiz bewies sein Können. Leider seien sie geschwächt wegen erkrankter Mitjodler, war zu erfahren.

Gute Laune mit der Stimmungs- und Unterhaltungsband Silbertaler aus Österreich herrscht bis tief in die Nacht hinein.
Gute Laune mit der Stimmungs- und Unterhaltungsband Silbertaler aus Österreich herrscht bis tief in die Nacht hinein. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Und dann, pünktlich um 20 Uhr, begann das Festzelt zu erbeben: Weil sie kamen, die „Silbertaler“, die seit ihrem ersten Auftritt beim Schinkenfest in Triberg sogar einen Fanclub besitzen. Es ging nicht allzu lange, bis die Gäste auf Bänken und Tischen standen und lauthals die Hits mitgrölten.

Feiern bis in den frühen Morgen

Und, wie man später erfahren konnte, bewiesen die Gäste ungeheures Sitzfleisch, Gerüchten zufolge sollen die Letzten gegen 4 Uhr den Heimweg angetreten haben. Für Essen und Trinken war beim Schinkenfest auch wieder bestens gesorgt.

Der Trachtenverein St. Georgen bringt zur Freude der Zuschauer den Rosenhut und den berühmten Hochzeitsschäppel mit in die Wasserfallstadt.
Der Trachtenverein St. Georgen bringt zur Freude der Zuschauer den Rosenhut und den berühmten Hochzeitsschäppel mit in die Wasserfallstadt. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Wie in den vergangenen Jahren üblich, begann der Sonntag mit einer kleinen Prozession vom Kurhaus hinunter in die Stadtkirche. Im – trotz der vielen Trachtenträger – nur halb gefüllten Gotteshaus begannen die Jungen und Mädchen der Kindertanzgruppe Triberg mit historischen Tänzen. Musikalisch umrahmt wurde die Heilige Messe neben der Orgelbegleitung auch durch die Stadt- und Kurkapelle, die wieder einmal ihre historischen Uniformen vorführte.

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Mehr als 900 Trachtenträger

Beim Empfang der Trachtenträger stellte Nikolaus Arnold als Chef-Organisator fest, dass man mit 33 beteiligten Gruppen und mehr als 900 Trachtenträgern einen neuen Höhepunkt erreicht habe. Die Zuschauer und auch die Trachtenträger selbst, sollten alle Gruppen erleben. Daher begann der Umzug mit den Musikern der Stadt- und Kurkapelle.

Triumphaler Festumzug

Triumphal gestaltete sich der Festumzug, die Straßenränder waren gesäumt von vielen hundert Zuschauern aus zahlreichen Orten der Umgebung, doch etliche Gäste hatten auch weite Wege zurückgelegt. Wunderbar war auf dem Marktplatz die Moderation durch Klaus Nagel, der jede Gruppe vorstellte und zusätzlich so manches historische Detail kannte.

Die über den Schwendibund mit den Tribergern befreundeten Turckheimer Trachtengruppe ist begeistert beim Umzug dabei.
Die über den Schwendibund mit den Tribergern befreundeten Turckheimer Trachtengruppe ist begeistert beim Umzug dabei. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Am Ende verteilten sich die Trachtenträger in Zelt und Kurhaussaal und genossen die reiche Auswahl an Leckereien. „Eine wesentliche Komponente des Festes stellt wie von Beginn an das sehr reichhaltige kulinarische Angebot dar“, hatten Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold und der Vorsitzende des Wirtevereins, Daniel Weis, im Vorfeld versprochen.

Es kamen sicherlich alle Besucher geschmacklich auf ihre Kosten, wobei das Hauptaugenmerk in vielfacher Form auf dem Schinken lag.

Dicht umlagert sind die Flohmarktstände – wie hier auf dem Triberger Marktplatz.
Dicht umlagert sind die Flohmarktstände – wie hier auf dem Triberger Marktplatz. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Und von Beginn an lag ein weiteres Hauptaugenmerk auf dem großen Flohmarkt, der bereits am Samstagvormittag begann und sich bis zum Ende des Festes hinzog.

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