Die Schulzeit von 33 Abiturienten des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg war am Samstag mit der Vergabe der Reife-Zeugnisse und der diversen Preise endgültig beendet. Durch den Abend der Zeugnisvergabe führten eloquent Lara Fleig und Felix Arnold. Los ging es mit dem Schaulauf der Entlassschüler über den roten Teppich.

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„Ihren Anteil am Lebensweg Ihrer Kinder kann man gar nicht überschätzen“, ging Oberstudiendirektor Oliver Kiefer auf die Rolle der Eltern ein. Die Zeit der Prüfungen sei auch für einige Eltern aufreibend gewesen, sagte der Schulleiter. An die Schüler gewandt, meinte er: „Ihr habt es geschafft Ihr habt das Abitur in der Tasche und werdet heute ins Leben entlassen.“

Hier kennt jeder jeden

An einer kleinen Schule habe man den Vorteil, fast jeden Schüler seit Jahren zu kennen. Er ging auf die weitere Laufbahn ein. „Ihr verlasst nun die vertrauten Bahnen der Schule, die ihr mitunter vielleicht als starr und einengend empfunden habt, die aber auch ein relativ sicherer Raum waren“, sagte er.

Neue Arbeitswelt

Früher sei die berufliche Laufbahn oftmals vorgezeichnet gewesen, inzwischen habe sich die Arbeitswelt fundamental geändert. Was heute gelte, könne schon morgen ganz anders sein, so der Schulleiter. Die Menschheit stehe an einer Zeitenwende. Globalisierung, Computertechnologien und elektronische Informationspraktiken verursachten große Veränderungen. Das bringe einen immensen Leistungsdruck mit sich. Seine Abiturienten sah er auf einem guten Weg – anders als die 10 000 jungen Menschen, die jedes Jahr ohne Abschluss die Schulen verließen.

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Kiefer ermutigte die jungen Frauen, sich für technische oder naturwissenschaftliche Berufe zu entscheiden. Doch auch in jedem anderen Beruf würden gut ausgebildete Menschen fehlen. Er erinnerte daran, das Lernen ein lebenslanger Prozess sei.

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Bürgermeisterstellvertreter Friedhelm Weber sah in den Abiturienten eine Generation, die sich wieder einmische. Er erinnerte an die politische Bildung und vor allem die Klimademos Fridays for Future. Er selbst habe 1964 sein Abi am Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium abgelegt, das in diesem Jahr für die mündliche Prüfung verantwortlich war. Nach seiner Erinnerung sei damals eine Eins vor dem Komma eher unüblich gewesen. „Die Welt steht Ihnen offen. Doch es muss nicht immer New York oder Sydney sein, es braucht auch tatkräftige junge Menschen in der Heimat.“

Die Preisträger

  • Preis des Schulträgers: Bürgermeisterstellvertreter Friedhelm Weber überreichte die Auszeichnung für die beste Gesamtleistung an Tanja Klausmann und Annalena Schwer.
  • Scheffelpreis: Tanja Klausmann nahm den Preis aus den Händen des Kurslehrers Deutsch, Rafael Leibitz, entgegen. Der stellte fest, dass allein ihr Abi-Aufsatz mehr Worte enthalte, als Donald Trump in seinem Wortschatz habe. Auch der Preis Religion, vergeben von Felix Eisenbeis, ging an Klausmann.
  • Rotary-Club: Die Präsidentin des Serviceclubs, Lioba Kühne, überreichte den Preis in Englisch an Sarah Wöhrle aus Hornberg, für Spanisch an Annalena Schwer und fächerübergreifend an Julia Bucher aus Hornberg.
  • EGT: Erik Hugel, Geschäftsführer der EGT, übergab den Preis für besondere Leistungen im Fach Mathematik an Dominik Blum, für Gemeinschaftskunde und Wirtschaft an Sarah Wöhrle.
  • Naturwissenschaften: Die Preise für Physik überreichte der Fachlehrer Dietmar Hartmann an Felix Fehrenbach und Dominik Blum. Im Fach Chemie vergab Christiane Fecker-Braun den Preis an Fabienne Hassis aus Hornberg.
  • Wilhelm-Hausenstein-Preis: Der Preis für Bildende Kunst wurde durch Oliver Kiefer vergeben an Lina Kaltenbach aus Hornberg.
  • Frei-Lacke: Der Preis des Unternehmens für besondere Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern ging an Felix Fehrenbach.
  • Freundeskreis: Francesca Herrmann übergab für die Unterstützer der Schule Preise für besonders künstlerisch-musisches Engagement an Corina Jäger, Lara Fleig und Philipp Saier.