Rund 45 Minuten war am Donnerstag ein Teilstück der B 500 in Triberg gesperrt. Grund war ein nicht alltäglicher Unfall, bei dem sich ein älterer Mann schwer verletzte. Die Rettung gestaltete sich schwierig.

Es ist Donnerstagvormittag, kurz nach 11 Uhr: Mit Blaulicht und Sirene rückt die Triberger Feuerwehr in Richtung Frejusstraße aus. Für Autofahrer gibt es kein Durchkommen mehr, der Teilabschnitt der B 500 zwischen Esso-Tankstelle und der Firma Grieshaber ist komplett gesperrt. Feuerwehrmänner weisen die von der Hauptstraße kommenden Autos zum Umkehren an. Andere – darunter ein Reisebus voller Touristen – müssen stehen bleiben und warten.

Grund für die Vollsperrung der Bundesstraße war ein Unfall, der sich gegenüber der Tankstelle ereignet hatte. Ein 78-jähriger Mann, der im Betreuten Wohnen lebt, war mit seiner Pflegerin unterwegs, als er austreten musste. „Aus Pietätsgründen hat ihn die Betreuerin mit dem nötigen Abstand sein Geschäft verrichten lassen“, erklärt Pressesprecher Dieter Popp auf Nachfrage.

Sowohl das Rote Kreuz auch als die Feuerwehr sind vor Ort, um bei der Rettung des Schwerverletzten zu helfen.
Sowohl das Rote Kreuz auch als die Feuerwehr sind vor Ort, um bei der Rettung des Schwerverletzten zu helfen.

Der Mann verlor dabei das Gleichgewicht und stürzte den rund 20 Meter steilen Abhang in die Gutach hinab. Nachdem um kurz vor 11 Uhr bei der Leitstelle der Notruf eingegangen war, wurde zuerst das Rote Kreuz alarmiert. Angesichts des steilen Abhangs wurde die Bergwacht mit einer Besatzung und die Feuerwehr hinzugerufen, die mit sieben Männern ausrückte. Darüber hinaus musste ein Notarzt von der Polizei am Bahnhof abgeholt werden. Mit vereinten Kräften gelang schlussendlich die Rettung. Der Verletzte wurde auf einer Trage festgemacht, mit Seilen den Abhang hinaufgezogen und medizinisch versorgt.

Der 78-Jährige verletzte sich bei dem Sturz schwer. Er wurde laut Polizei mit Verdacht auf mehrere Brüche in das Schwarzwald-Baar-Klinikum nach Villingen-Schwenningen gebracht. Nach rund einer Stunde wurde die Sperrung gegen 12 Uhr aufgehoben, sodass der Verkehr wieder fließen konnte. Zuvor hatten sich zahlreiche Schaulustige vor der Absperrung versammelt, um die Rettungsaktion zu verfolgen.

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