Eine länger als geplante Winterpause sorgt dafür, dass es beim Bau des Edeka-Markts zu Verzögerungen kommt. Was auf das Dach des Vollsortimenters kommt, ist noch unklar.

Der Winter hat sich noch nicht aus der Wasserfallstadt Triberg verabschiedet – und das hat auch Auswirkungen auf das derzeit größte Bauprojekt in der Stadt. Denn die Realisierung des Edeka-Marktes zieht sich noch länger hin als zunächst geplant.

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Zwei Arbeitsgruppen geplant

„Die Winterpause ging länger als angenommen“, erklärt Bürgermeister Gallus Strobel auf Anfrage. Diese habe für Verzug gesorgt. Peu à peu würde nun seitens des Bauunternehmens die Zahl der Bauarbeiter auf der Baustelle wieder hochgefahren. Strobel: „Es ist geplant, dass zwei Arbeitsgruppen am Werk sind, um die Verzögerungen wieder etwas auszugleichen.“

Dennoch ist klar: Der vor einem halben Jahr anvisierte Eröffnungstermin im Sommer kann nicht gehalten werden. Der Bürgermeister hofft, dass die Pforten des Vollsortimenters „noch in diesem Jahr“ geöffnet werden können. Genauere Angaben könne er derzeit aber nicht machen.

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Begonnen wurde mit dem Bau in der Stadtmitte bereits vor zwei Jahren. Geplant ist ein Markt mit insgesamt 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche – hinzu kommen noch Neben- und Kühlräume. Als Bauherren treten die Triberg Entwicklungs AG und die Brimo GmbH (Bruder Immobilien GmbH) auf. Die Kosten wurden mit fünf Millionen Euro angegeben.

Dachnutzung ist unklar

Unklar ist derzeit noch, was auf dem Dach des Marktes realisiert wird. Wie bereits berichtet, plant die Stadt, diese Flächen ebenfalls zu nutzen. Im Sommer 2018 hieß es dazu, dass sich dort Handel ansiedeln kann. Außerdem könne zusätzliche Fläche für das benachbarte Schwarzwaldmuseum genutzt werden.

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„Wir arbeiten intern daran, uns Möglichkeiten zu überlegen“, erklärt Strobel. Hierzu solle natürlich auch der Gemeinderat eingebunden werden, der letztendlich die Entscheidung treffen muss. Konkrete Ergebnisse gebe es derzeit jedoch nicht.

Bebauungsplan muss geändert werden

Klar ist nur: Die Planungen für das Dach sollen abgekoppelt werden vom Bau des Edeka-Markts, um den Zeitplan nicht weiter zu gefährden. Der Grund liegt laut Strobel darin, dass für die Realisierung der Dachnutzung voraussichtlich eine Änderung des Bebauungsplans und ein neuer Bauantrag nötig sein werden. Im Vordergrund stehe deshalb zunächst, dass der Neubau des Vollsortimenters realisiert wird, während im Hintergrund die Planungen zum Dach laufen. Sobald der Edeka die Eröffnung gefeiert hat, könne der zweite Schritt in Angriff genommen werden, betont der Bürgermeister.