Es fehlt den dort lebenden Mädchen und Jungen, die zu den Ärmsten der Welt zählen, häufig am Nötigsten. Das Kinder-Hilfsprojekt soll auch die Soldaten der Patenbatterie der Stadt Triberg, des vierten Artilleriebataillons 295 der Bundeswehr in Stetten am kalten Markt, bei ihrer Mission in Mali unterstützen. Es soll dazu beitragen, dass deren Arbeit von der heimischen Bevölkerung noch mehr wertgeschätzt wird. 

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Durch die Patenbatterie und den Militärpfarrer Harald Aschenbrenner kam der Kontakt zu Schwester Janeth zustande. Letztere leitet das Kloster „Sours Franciscaines – Mission Catholique Koulikoro“. Dieses wird von Franziskaner-Schwestern geführt und baut aktuell eine Kleinkinderstation für Mädchen und Jungen auf, die dort später unabhängig von ihrer Religion, Herkunft und Hautfarbe behandelt werden sollen.

Mit den zugeschickten Sachen vom Triberger Hilfsprojekt lernen die Mädchen und Jungen in der Schule in Mali fürs Leben.
Mit den zugeschickten Sachen vom Triberger Hilfsprojekt lernen die Mädchen und Jungen in der Schule in Mali fürs Leben. | Bild: Stadtverwaltung

Riesige Freude herrscht jedes Mal im Kloster, wenn eine Geldspende oder ein Paket mit Nahrung, Spielsachen, Nützlichem und Kleidung aus dem Schwarzwald in Mali eintrifft. Mit dem Geld wird unter anderem der Schulbesuch der Kinder bezahlt und es werden Medikamente sowie Nahrung gekauft. „Gerne geben wir auch gebrauchtes, intaktes und sauberes Spielzeug weiter“, heißt es in der Broschüre der Stadtverwaltung, in der sie auch die Bevölkerung um Unterstützung bittet.

Notenchaoten spenden ihr Spielzeug

Dieser Bitte kamen unlängst die sogenannten Notenchaoten der Stadt- und Kurkapelle Triberg nach. Stolz präsentierten die jüngsten aktiven Musiker der Stadtmusik Teile des eigenen Spielzeugs, um sich am Hilfsprojekt der Stadt Triberg zu beteiligen.

Mitglieder der Stadtkapelle Triberg und deren Jugendorchester Notenchaoten helfen beim Packen ihrer gespendeten Spielsachen, Blockflöten und weiteren Hilfsgütern für die Kinder in Mali.
Mitglieder der Stadtkapelle Triberg und deren Jugendorchester Notenchaoten helfen beim Packen ihrer gespendeten Spielsachen, Blockflöten und weiteren Hilfsgütern für die Kinder in Mali. | Bild: Stadtverwaltung

Die Aussage „Diese Kinder haben nicht mal nichts“, von Soldaten der Patenbatterie, berührte sowohl die Eltern und Kinder als auch die beiden Orchesterleiterinnen Annette Mildenberger und Gina Kürner. Kurzerhand wurde die Spielzeugspende initiiert, wobei einiges zusammenkam und auf einem Foto festgehalten wurde. Das wurde bei dem nächsten Spendenpaket, das mit Hilfe von Stadtmusikmitgliedern bereits gepackt wurde, beigefügt.

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„Über solche Gaben und weitere Geldspenden, die von namhaften Personen, aber auch von vielen Tribergern und Bürgern der Region bei uns eintreffen, freuen wir uns riesig“, betont Arnold auch im Namen seiner Helfer.

Landtagsfraktion spendet kräftig

„Aktuell sind wir bei über 9000 Euro, die bislang zusammenkamen“, sagt der Stadtmarketingleiter. Der Großteil stamme von der CDU-Landtagsfraktion, die auf Vorschlag von Landtagsabgeordnetem Karl Rombach aus Schonach im Rahmen ihrer Weihnachtsspendenaktion Geld für das Triberger Projekt gesammelt hatte.

Der Inhalt der Pakete ist stets eine Überraschung.
Der Inhalt der Pakete ist stets eine Überraschung. | Bild: Stadtverwaltung

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Reinhart, übergab nun diese Woche in Stuttgart einen Symbolscheck über 4850 Euro für das Mali-Kinder-Hilfsprojekt an Vertreter der Stadt Triberg.

Sechs Wochen unterwegs

„Das Paket, das wir nun nach Mali schickten und das etwa sechs Wochen unterwegs sein wird, enthält neben Schulsachen, Kinderfolgenahrung und Spielsachen wie Plüschtiere auch Blockflöten, symbolisch für die finanzielle Spende seitens der Stadtmusik“, sagt Arnold. Er betont und versichert, dass die Spenden, egal welcher Art, direkt bei den Kindern in Mali ankommen. Damit diese auch sinnvoll sind, bittet Arnold Spendenwillige darum, ihn oder die weiteren Ansprechpartner anzusprechen.

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