Regie führten Christine Nagel und Susanne Neiße, das Orchester leitete Martina Brielmaier. So eng wie möglich am Original, wurde das Klassenzimmer nach Triberg geholt, denn prinzipiell ist das „Klassenzimmer“ mit den Werten Ehrlichkeit, Mut und Klugheit sowie der Fähigkeit, auch mit Niederlagen umgehen zu könne, heute so aktuell wie zu Zeiten des Aufstiegs der Nationalsozialisten, als Zivilcourage oftmals hart bestraft wurde.

„Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird das zu spüren sein, was irrtümlicherweise schon oft festgestellt wurde: ein Fortschritt der Menschheit“ – dieses Zitat, eine der zentralen Aussagen Kästners, spielte natürlich eine herausragende Rolle in dem Stück, in dem in Triberg die Realschüler die Rolle der Internatsschüler übernahmen. Sie werden von den Gymnasiasten intensiv auf die Probe gestellt.

Sehr engagiert waren in diesem mutigen Stück – in dem auch der scheidende Schulleiter Waldfried Sandmann in Gestalt von Patrick Kaiser aus der siebten Klasse eine Rolle spielte – nicht nur die Schauspieler. Auch die Kulissenbauer hatten reichlich zu tun und sie bewiesen ein gutes Händchen. Stets gut angeleitet von den Pädagogen Monika Heitmann, Melanie Hentschel und Carmen Spath hatten sie eine sehr fantasievolle Bühnenlandschaft aufgebaut. Wunderbar umrahmt wurde das Stück von der BigBand der Realschule.