Diese Oase der Ruhe, wie Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold die Anlage in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend beschrieb, sei in zentraler Lage ein Erholungs- und Rückzugsort für die Einwohner Tribergs wie auch für Patienten der Asklepios-Klinik und Touristen.

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Nun, nachdem der Amtshausschopf saniert wurde, wäre die optische und zweckmäßige Auffrischung des Bereichs unterhalb der Triberger Burg die logische Konsequenz, argumentierte Arnold. Man wolle den Garten vergrößern, begrünen und natürlich die Aufenthaltsqualität verbessern.

Arbeitskreis ist aktiv

Seitens der Stadtverwaltung wurden schon verschiedene Ideen eingebracht. Mittlerweile hat sich auch ein Arbeitskreis Kurgarten, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Gemeinderats und der Verwaltung, gebildet. Auch wurde schon ein Förderantrag gestellt, hier ist mit einem Bescheid allerdings frühestens im Frühjahr 2020 zu rechnen.

Auch der alte Pavillon wird abgerissen.
Auch der alte Pavillon wird abgerissen. | Bild: Marc Eich
  • Geplante Maßnahmen: Die bisherige Brücke wird entfernt und das Gelände darunter aufgeschüttet. Der Spielplatz wird auf die Grünfläche unterhalb des Schwendisaals verlegt. Wasserspiele werden hier und beim ehemaligen Schachfeld errichtet. Die Treppenanlagen werden durch barrierefreie Rampen im Bereich des ehemaligen Schachfeldes, zu den WC-Anlagen sowie zur Naturbühne neben dem Amtshausschopf ergänzt werden. Der sanierungsbedürftige Musik-Pavillon sowie das ehemalige Kassenhaus auf dem Kurhaus-Vorplatz sollen zudem entfernt werden. Eine zentrale Bühnenfläche soll beim ehemaligen Schachfeld geschaffen werden, ergänzt mit Wasser-Elementen, Bachlauf und einer Kneipp-Anlage. Der noch vorhandene gusseiserne Marktplatz-Pavillon soll aufgestellt werden. Die vorhandenen Wege sollen an den Rand des Kurgartens verlegt und gepflastert werden. Die Rasenfläche soll ertüchtigt werden. Daneben sollen Blumen und Sträucher gepflanzt, Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Außerdem könnten Insektenhotels aufgestellt und eine Brunnenanlage errichtet werden. Die vorhandenen Böschungen sollen mit Sitzquadern ausgestattet und schließlich soll der Kurgarten dann an den Kanal angeschlossen werden.
  • Kosten und Förderung: 253 000 Euro soll die Maßnahme kosten, 215 000 Euro sollten förderfähig sein, wobei hier mit einer Förderung von 50 Prozent gerechnet werden könnte.
  • Beate Adam (CDU) befand das Konzept für sehr gut und regte an, auch einen Barfußpfad ins Auge zu fassen. Ihr Fraktionskollege Burkhart Müller erkundigte sich, ob die neue Fläche denn auch als Hubschrauberlandeplatz dienen könne. Man hätte schon gerne, dass der Platz entsprechend genutzt werden könne, meinte Bürgermeister Gallus Strobel. Allerdings müsse man dann bei einer Möblierung dafür sorgen, dass diese am Rand der Fläche steht oder sehr schnell abgeräumt werden könne. Martin Mayer (CDU) merkte an, man möge die Beleuchtung nicht vergessen, aktuell sei es auf dem Platz ja stockfinster.
  • Ute Meier (SPD) regte an, nach Sanierung des Kurparks auch den Burghügel in Angriff zu nehmen. Bauliche Maßnahmen seien hier schier unmöglich, entgegnete Strobel, denn das Areal stünde unter strengem Denkmalschutz. Meier wollte hier aber keine baulichen Maßnahmen vornehmen, „vielmehr könnte man die Zugangswege machen, Info-Tafeln aufstellen und so weiter.“
  • Fritz Maier (SPD) merkte an, dass man sich um die Wasserversorgung eines möglichen Wassertret-Beckens und Wasserspiele kümmern müsse. „Wasser aus dem Leitungsnetz zu nehmen wäre unbezahlbar“, vermutete er. Vielmehr könnte man sich Gedanken darübermachen, die Burgquelle am Froschbrunnen wieder in Gang zu bringen. Strobel hielt dagegen und erklärte, dass auch am Prisenbach eine Quelle sei, von dort aus wurde wohl auch der Kurpark gespeist. „Da gibt es wohl noch einen Rohrbruch, aber das ließe sich leicht beheben.“
  • Beschluss: Der Triberger Gemeinderat hat die Neugestaltung des Kurgartens beschlossen – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Förderantrag positiv beschieden wird. Der Musik-Pavillon und das Kassenhäuschen sollen entfernt werden.