Die Freude über den guten Jahresabschluss 2017 war im Gemeinderat groß – dafür wurde der Stadt Triberg jetzt die Zwischenbilanz zum aktuellen dritten Quartal 2018 gehörig verhagelt, wie sich nun im Quartalsbericht herausgestellt hat. Die Parkgarage auf der Badinsel ist dafür gleich mehrfach verantwortlich.

Zumindest Fertigstellung vor Weihnachtszauber

Zum einen, erklärte Bürgermeister Gallus Strobel in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, konnten bisher keine Einnahmen erzielt werden, die Parkgarage werde aber wenigstens noch vor dem Triberger Weihnachtszauber fertig.

Den Mindereinnahmen stehen zum anderen im Vermögenshaushalt Mehrausgaben gegenüber: Das Parkdeck kostet rund 470  000 Euro mehr, dazu fällt auch der Stadtsanierungszuschuss um 31 000 Euro geringer aus, weil weniger Parkplätze als geplant realisiert werden können.

Entsorgung von belastetem Aushub kostet viel Geld

Belastete Erdproben hätten einen guten Teil der Mehrkosten verursacht, verteidigte Strobel das Problem. Zugleich habe es konstruktiv Erhöhungen gegeben. „Allein rund 180  000 Euro kostete die Entsorgung des belasteten Aushubs“, wusste er zu berichten.

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Derzeit werde eine so genannte „Sauberkeitsschicht“ aufgebracht, die dafür sorgen soll, dass kein Wasser in den Beton einsickern kann. „Solches Wasser, vor allem im Winter mit Streusalz belastet, sorgt dafür, dass die Armierungen rosten und dann der Beton kaputt geht“, argumentierte der Schultes. Genau das sei der Grund, warum derzeit die Parkplätze unterhalb der Neuapostolischen Kirche teuer entfernt werden müssten. Nach dem Winter werde noch einmal eine solche Schicht aufgetragen.

„Wir sind uns bewusst, dass alles teuer wird, aber 470  000 Euro sind dennoch heftig“, stellte Klaus Wangler (CDU) in Sachen neue Parkgarage Badinsel konsterniert fest. Warum weniger Parkplätze ausgewiesen werden konnten, war Klaus Nagel (FWV) nicht ganz klar.

Dies liege daran, dass die Parkplätze im unteren Deck nicht ausgewiesen wurden, weil diese vergünstigt an Beschäftigte der Triberger Firmen vergeben werden sollen, rechtfertigte Strobel diese Zahl. „Der Bau wird dennoch hoch bezuschusst“, erklärte er. Er persönlich rechne trotz dieses finanziellen Tiefschlags mit einem ähnlich guten Ergebnis wie im Vorjahr.

Weitere Haushaltsposten laufen planmäßig

Immerhin war das die einzige negative Nachricht, der Resthaushalt einschließlich der Eigenbetriebe Wasserversorgung und Tourismus entwickle sich planmäßig, wie aus dem Statusbericht von Rechnungsamtsleiterin Christin Rinnus zu entnehmen war. Sie warnte aber zugleich, die Haushaltsansätze zu überschreiten.