Mit einem Fest offiziell eingeweiht wurde am Wochenende der neue Kunstrasenplatz auf dem Gelände des Sportvereins Nußbach. Los ging es mit einem Umzug. Angeführt von der Trachtenkapelle zogen Einwohner vom Rathaus zum Sportplatz. Der Vereinsvorsitzende Martin Kienzler sprach von einem „langgehegten Wunsch“. Der Umbau sei nicht einfach gewesen, sein Nervenkostüm extrem strapaziert worden. Wenn er sich umschaue, habe es sich aber gelohnt.

Armin Schwarz (rechts) übergibt mit Sonja Schätzle (zweite von links) und Andrea Kammerer ein Gastgeschenk an den Vorsitzenden Martin Kienzler. Das hat natürlich etwas mit Fußball zu tun.
Armin Schwarz (rechts) übergibt mit Sonja Schätzle (zweite von links) und Andrea Kammerer ein Gastgeschenk an den Vorsitzenden Martin Kienzler. Das hat natürlich etwas mit Fußball zu tun. | Bild: Hübner

Kienzler dankte Bürgermeister, Gemeinderat, Ortsvorsteher und Ortschaftsrat für die Unterstützung: „Der Bauhof hat diese Woche noch richtig Gas gegeben.“ Bei der Planung habe Triberg mit dem Büro Eberhard und Partner eine gute Wahl getroffen. Auch die Baufirmen hätten hervorragende Arbeit geleistet. Neben der Stadt Triberg und dem Sportverein Nußbach sei der badische Sportbund das dritte Standbein der Finanzierung gewesen. „Unkompliziert“ war die Kooperation mit dem FC Triberg, auf dessen Platz während des Baus gespielt wurde. „Es war ganz toll, wie ihr euch eingebracht habt“, so Kienzler in Bezug auf Eigenleistungen der Mitglieder. Zuletzt dankte er den zahlreichen Spendern. Von denen brauche der Verein aber noch weitere.

Der Vereinsvorsitzende Martin Kienzler (links) und Bürgermeister Gallus Strobel sprechen zur Einweihung des Kunstrasens.
Der Vereinsvorsitzende Martin Kienzler (links) und Bürgermeister Gallus Strobel sprechen zur Einweihung des Kunstrasens. | Bild: Hübner

Laut Bürgermeister Gallus Strobel brauchte es zehn Jahre bis zur Realisierung des Kunstrasens. Dafür habe man nun „die schönste Zuschauertribüne im Schwarzwald-Baar-Kreis oder darüber hinaus“. Das Bild Nußbachs habe sich dadurch entscheidend verbessert. Der Verein bringe sich unglaublich ein, habe bei der ersten Sanierung schon eine sechsstellige Summe beigesteuert. Diakon Klaus Dieter Sembach segnete den Platz. Bei der Stärkung der Körperkräfte dürfe man nicht die Gesundheit der Seele vergessen, mahnte er: „Sport ist kein Religionsersatz.“

Die Trachtenkapelle führt einen Umzug von der Kirche zum Sportplatz an.
Die Trachtenkapelle führt einen Umzug von der Kirche zum Sportplatz an. | Bild: Hübner

Ottmar Heiler vom badischen Sportbund lobte die „einzigartige Ehrentribüne“ und die gute Wahl beim Granulat, da sich gezeigt habe, dass Material von Autoreifen umweltschädlich sei. Laut Werner Fichter vom Südbadischen Fußballverband können auf dem Platz offizielle Verbandsspiele stattfinden. Clemens Scherzinger als Vertreter der Nachbarvereine umschrieb das Projekt mit „Dreckplatz ade – Knie tun nicht mehr weh“.

 

Eine gute Vereinsarbeit müsse mit einem guten Platz verbunden sein, so Armin Schwarz für die örtlichen Vereine. Die „grüne Oase“ habe Nußbach sehr gut getan. Zusammen mit Sonja Schätzle (Narrenzunft) und Andrea Kammerer (Obst- und Gartenbauverein) übergab er ein Gastgeschenk. Nach der Einladung zum Sekt spielten die Nußbacher Herren gegen Triberg, danach die D-Junioren. Abends war im Sportheim gemütliches Beisammensein.