Das Sportheim des Sportvereins SV Nußbach platzte bei der Generalversammlung der Narrenzunft Nußbach aus allen Nähten. Neben 60 Mitgliedern hatten sich auch die Präsidentin der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV), Anne-Rosel Schwarz, ihr Brauchtumsbeisitzer Christoph Droxner, zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine sowie Ortsvorsteher Heinz Hettich eingefunden.

Oberzunftmeisterin Sonja Schätzle lobte alle Verantwortlichen für eine tolle zurückliegende Fasnet. Sie hob auch die Zusammenarbeit der örtlichen Vereine hervor, die sich besonders beim Jubiläum der Trachtenkapelle Nußbach gezeigt habe. Schätzle erinnerte an den Auftakt der Fasnet am 6. Januar, der gemeinsam mit allen Fasnetgruppen am Triberger Narrenbrunnen gefeiert wurde. Im Dorf wurde die Fasnet von der Wieberfasnet mit Andy Hehl eingeläutet, der für gute Stimmung sorgte.

Am Fasnetdunnschdig hatten die Narren im „’s Felix“ frohe Stunden verbracht. Heiß her ging es am Samstag, bei der Feier des 70ers zu. Der Umzug am Sonntag sei ein echter Höhepunkt gewesen. Und der Konfettiball am Rosenmontag mit der Guggenmusik Bloos-Arsch aus Peterzell werde so schnell nicht vergessen. Ausklang war dann mit dem Kinderball. Schriftführer Philipp Wolber zeigte auf, dass es auch zu nicht-närrischen Zeiten in Nußbach eine Narrenzunft gibt. Maiwanderung, Teilnahme am Dorfgeschehen mit Unterstützung der anderen Vereine, die Dorfputzete und eine gelungene Weihnachtsfeier nannte er als Beispiele. Ortsvorsteher Heinz Hettich dankte der Narrenzunft dafür, dass sie sich in der Dorfgemeinschaft intensiv einbringt. Aber auch im Umland waren Strohdrescher und Gflächtswieber anzutreffen – so bei den Zunftabenden in Hammereisenbach, Schonach und Schönwald.

Kassiererin Annette Kaltenbach konnte trotz hoher Ausgaben im ideellen Bereich einen leichten Gewinn vermelden. Sie kündigte an, im nächsten Jahr nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

Aus einer Mitgliederstatistik wurde ersichtlich, dass die 250 Mitglieder sich gut auf Aktive, Passive, Ehren- sowie Jugendmitglieder verteilen – allerdings fehle ein wenig „das Mittelalter“, das Verantwortung tragen könnte. Dies war mit ein Grund, das Amt des Jugendleiters aus dem Vorstand auszugliedern: Andrea Graf wird es übernehmen. Sie sah sich außerstande, auch noch an vielen Vorstandssitzungen teilzunehmen.

Bei den Wahlen wurde Alex Kammerer als zweiter Zunftmeister und Fabian Kammerer als zweiter Kassier gewählt. Simon Scherzinger ist zweiter Schriftführer. Da sich als Beisitzer bei den Aktiven niemand fand, werden Alex Kammerer und Marius Zähringer diese Ämter kommissarisch ausführen. Als Kassenprüfer wurden Monika Hieske und Andrea Graf gewählt.

Die SNV-Vorsitzende Schwarz und ihr Begleiter Droxner waren eigentlich gekommen, um den Aktiven Marius Zähringer für dessen 25-jährige Mitgliedschaft zu ehren – der Jubilar war jedoch verhindert. Geehrt wurden dann aber zumindest sechs passive Mitglieder für 25 Jahre: Reinhold Dold, Andrea Kammerer, Edwin Klausmann, Gerhard Weiß, Roland Scheuer sowie Christa Ketterer. Für ihre langen Jahre im Vorstand wurden Andrea Graf und Monika Hieske zudem mit einem Präsent verabschiedet.