Einen farbenprächtigen Umzug sahen die vielen Zuschauer entlang der Straßen am Fasnetsonntag in Triberg und Schonach. Die Narren trieben es trotz nasskaltem Wetter ganz schön bunt.

Von der Clemens-Maria-Hofbauer-Straße aus startete der bunte Umzug in Triberg. Die Hauptstraße vom „Pfaff“ bis an den Marktplatz war von vielen Zuschauern gesäumt. Den Umzug führten der Narrenpolizist und die Radau-Trommler an. Schräge Vögel, die auf den Vogelpark anspielten, folgten. Dann wurde es mit dem Fanfarenzug wieder laut. Die Legion Italia hielt die italienische Fahne hoch, für Unfug und schreiende Zuschauer sorgten die Turm- und Schillerstein-Hexen, die mit ihrer rollenden Besenwirtschaft samt Strohbett für so manch’ böse Überraschung sorgten. Die Moosgeister sahen dagegen finster aus, zeigten sich gegenüber Kindern sehr umgänglich und hatten reichlich Süßigkeiten dabei.

Das alles sahen sich auch die Teilnehmer an den internationalen Städtereisen von „HaBu-Reisen“ an. Mit dem fußbetriebenen Reisebus waren Gäste aus aller Herren Länder dabei, die alles fotografierten, was sie sahen. Die Hexengilde Simonsmoos, eine Hexengruppe, tanzte zu den Tönen der Bordellos munter auf der Straße. Ihnen folgten die Schillersteinhexen und American-Football-Spieler samt Cheerleadern mit vertauschten Rollen: Die Spieler waren weiblich und die Cheerleader männlich.

Die Narrengemeinde Oberstadt bot nach dem Motto „Die Oberstädler Bienen summen und lassen’s ganze Städtle brummen“ Honig aus eigener Imkerei an. Derweil verteilten die Gutseleschlecker Süßes. Für musikalische Stimmung sorgte auch die Stadtkapelle. Die Stabhalterei Freiamt warf vom Jubiläumswagen ebenso Süßes in die Menge. Eine Gruppe verriet, dass sie „wieder d’ Arschkart“ hat. Den Abschluss bildete die Narrenzunft mit Teufeln, Spättlehansele, Rotem Fuchs.

Den Schonacher Narren war ebenfalls kein gutes Wetter beschert. Bei heftigem Schneetreiben musste der originelle Sonntagsumzug ums Dorf ziehen. Die kreativen Gruppen nahmen es jedoch sportlich und ließen sich die gute Laune nicht verderben, während die Zuschauer ihre Regenschirme aufspannten.

Narrenrat Robin Kienzler moderierte am „Rebstock“ den Umzug und begrüßte alle Gruppen mit „Narri-Narro“. Die Zunfthexen kehrten eifrig die Schneeflocken von der Straße und ebneten so den Weg für die vielen Geißenmeckerer und Geißenmägde. Hinter ihnen marschierte die Kurkapelle, die passende Melodien und Narrenmärsche spielte. Mit einer Spaßkanone folgten hübsche Frauen, die sich „So schee“ nannten. Eine große Schar von Vogelscheuchen aus dem Hühnerloch unter der Regie von „Klappo“ schloss sich der Gruppe an.

Mit einer großen Tafel Schokolade glänzte der sportliche Stammtisch Müller. „Wir ziehen die Schonacher Unterwelt an Land“, versprach eine Gruppe von Fischern. Die Mitglieder der Rombach-Sippe hatten sich als Rettungsschwimmer verkleidet, um alle Ertrinkenden aus dem Mühleweiher zu ziehen.

Nach vielen Birken, die von Gärtnern begleitet wurden, kamen Sultane mit ihren Frauen aus dem Morgenland. Das „Gluggi-Schlucki-Team“ vom Mühleweiher zog mit seinen grünen Haaren alle Blicke auf sich. Die Stammtischler von der „Schönen Aussicht“ hatten sich als abenteuerliche Piraten verkleidet, hinter ihnen fuhr der Wagen mit dem Hexen vom Schützenverein. Der Stammtisch „Fässle“ kam auch mit einem Wagen an. Burgfrauen und Ritter aus dem Mittelalter winkten dem närrischem Volk zu.

Der letzte Wagen wurde von den Narrenräten bevölkert, die sich in Fische aller Art verwandelt hatten. Auf dem goldenen Thron residierte der Wassergott Neptun. Den Abschluss bildeten zwei dicke Kugelfische und ein Riesenfisch, in dem Oberzunftmeister Jonny Kienzler saß.