Was Anfang der 1950er Jahre als Fasnetveranstaltung im Café Schäfer seinen Anfang nahm, wurde Mitte der 1990er Jahre von der Narrenzunft weitergeführt und in die neue Zunftstube im Gebäude der Grund- und Hauptschule verlegt.

Der Wieberkaffee erfreut sich größter Beliebtheit und so ist es nicht verwunderlich, dass die närrischen Damen auch in diesem Jahr in Scharen zu dieser Veranstaltung strömten. Die gute Stube des Vereins war mit Girlanden und Luftschlangen prächtig geschmückt und die exzellente Bewirtung durch Zunftstuben-Chefin Eva Kammerer sorgten für beste Laune, zumal neben Fasnetspeisen auch Kaffee und Kuchen sowie ausreichend gehaltvollere Getränke zur Verfügung standen. Die Bar- und Servierdame (Hans-Jürgen Schneider) managte in einem knapp bemessenen Kleid gekonnt die Theke, während Ulrike Loeck die Gäste wie in einem Grandhotel bediente.

Aus dem Rahmen fallen im wahrsten Sinne des Wortes die Malerinnen des Schwimmclubs "Tauch-fröhlich".
Aus dem Rahmen fallen im wahrsten Sinne des Wortes die Malerinnen des Schwimmclubs "Tauch-fröhlich".

Einzelne Gruppen präsentierten sich in fantasievollen Kostümen, allen voran Christels-Chaos-Truppe (CCT-Club), die als verrückte Vogelscheuchen verkleidet, den Saal gehörig aufmischten. Aus dem fernen Arabien, sprich Schonach, trafen Sultaninen (weibliche Sultane?) samt ihrem Kamel zum närrischen Stelldichein ein. Die Stinktiere des Pech- und Schwefelclubs sorgten durch Versprühen eines undefinierbaren Parfüms dafür, dass der ganze Raum mit einem süßlichen Geruch erfüllt war. Friedlicher zeigten sich die Turnvereins-Seniorinnen als Smileys und die Frauen des Schwimmclubs „Tauch-fröhlich“ präsentierten sich als Malerinnen. Die größte Gruppe waren die Fledermäuse um Steffi Rotter. Die Magic-Spider-Woman waren mit fantasievollen Kostümen ebenso ein Blickfang.

Mit abwechslungsreicher Partymusik heizte Alleinunterhalter DJ James aus Niedereschach den Frauen ein und Tribergs Starfotograf Norbert Keßler, der sich in eine gut aussehende Maid verwandelt hatte, war vollauf damit beschäftigt, die Schokoladenseite der närrischen Wieber ins rechte Licht zu rücken.

Hildegard Scheib präsentiert stolz ihre Halskette aus Servela-Würsten.
Hildegard Scheib präsentiert stolz ihre Halskette aus Servela-Würsten.

Eine närrische Einzelkämpferin, die dem Wieberkaffee seit vielen Jahren die Treue hält, Hildegard Scheib, feierte kürzlich ihren 88. Geburtstag. Sie kam nicht allein, denn eine Kette aus Servela-Würsten zierte den Hals der älteren Dame. „Es ist immer wieder schön hier, ich freue mich das ganze Jahr auf diesen Tag. Es ist nur schade, dass dieser Kaffee nur einmal im Jahr stattfindet“, sagte sie.