Zum Frühlingskonzert hatte der Musikverein Trachtenkapelle Gremmelsbach ins Kurhaus Triberg geladen. Rund 200 Gäste erlebten einen musikalischen Aufbruch in den Frühling. Etwas sparsamer als sonst war der Saal dekoriert. „Neue Brandschutzverordnungen haben unsere übliche Deko verhindert“, meinte Daniel Dresp, Sprecher des Vorstandsteams.

Für ihre lebhafte Moderation ist Daniela Dieterle durchaus bekannt. Auch diesmal wusste sie über jedes Stück diverse Details zu berichten – auch wenn sie dazu manchmal zu Revolver und Cowboyhut greifen musste.

Musiker aus dem Rheintal

Doch zunächst eroberte ein riesiges Orchester die Bühne. Im ersten Teil sorgten 79 Musiker im Alter von 14 bis 83 Jahren von der Stadtkapelle Oberkirch unter der Leitung von Musikdirektor Zeno Peters für so manchen wohligen Schauer bei den Zuschauern. Souverän meisterten die Musiker aus dem Rheintal die gewagte Suche des Christopher Kolumbus, „Die Große Seefahrt“, oder das „Tone Poem für Blasorchester“.

Eigentlich wäre mit der Filmmusik „Chicago“ Schluss gewesen. Doch das Publikum forderte mehr. Da griff dann sogar der Chef zum Saxophon und kitzelte höchste Höhen heraus bei „Morricone’s Melody“. Eine zweite Zugabe zeigte auf – jetzt ist’s genug: „Wer hat an der Uhr gedreht“ intonierten die Oberkircher Musiker. Donnernder Applaus belohnte die tolle Leistung.

Ein gelungenes Konzert liefern die Musiker der Trachtenkapelle Gremmelsbach ab. Auch die Solisten stellen ihr Können unter Beweis.
Ein gelungenes Konzert liefern die Musiker der Trachtenkapelle Gremmelsbach ab. Auch die Solisten stellen ihr Können unter Beweis. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Als „großartig, unterhaltsam und anspruchsvoll“ bezeichnete Daniel Dresp vom Gremmelsbacher Vorstand das Dargebotene. Doch auch seine Musikerkameraden, die unter Leitung von Slawomir Moleta mit etwa 32 eigenen Musikern sowie einigen Aushilfen antraten, gaben das Beste, um einen gelungenen Start in den Frühling zu gewährleisten.

„Sind die Menschen wirklich frei“, fragte Daniela Dieterle angesichts des „Portrait of Freedom“ provozierend. Rockig mit Instrumenten, die man sonst eher im Hintergrund kennt, erwies sich das Stück „Let the Tubas swing“. Fordernder Applaus sorgte dafür, dass mit „Salemonia“ und der Osterpolka zwei Zugaben gespielt wurden.

Drei bronzene Abzeichen

Eine kleine Pause nutzte der Vorsitzende, um einige Musiker zu ehren. Zunächst konnte er Hannah und Leonie Finkbeiner sowie Lea Dieterle das bronzene Leistungsabzeichen überreichen. Dann trat Joachim Müller als Repräsentant des Blasmusikverbands auf die Bühne. Er hatte zwei Musiker für 25 Jahre aktiven Musizierens sowie einen für 50 Jahre ehren sollen. Geworden sind es jedoch zwei Ehrungen, da Knut Engelke (25 Jahre) derzeit pausieren muss. Daniela Dieterle erhielt für 25 Jahre die Ehrennadel des Blasmusikverbands in Silber, die große goldene Ehrennadel ging an Robert King.