Die Ortsgruppe „Uff em Wald“ der Muettersprochgsellschaft hat sich in ihre Hauptversammlung aufgelöst. Grund dafür war, dass sich für den langjährigen Vorsitzenden Günther Kopfmann kein Nachfolger fand. Eine Teamlösung an der Spitze des Ortsvereins wäre von der Satzung der Muettersprochgsellschaft nicht vorgesehen, informierte Uschi Isele, Vorstandsmitglied des Hauptvereins. Sie leitete mit ihrem Vorstandskollegen Jürgen Hack die Auflösung der Ortsgruppe. Mit zwei Gegenstimmen durch Marianne Duffner und Maria Kienzler schafften die 13 weiteren Mitglieder dann Fakten.

Der Entscheidung war eine Diskussion voran gegangen, die die Auflösung in letzter Minute noch verhindern sollte. Knackpunkt dabei blieb, dass es ohne Vorsitzenden keine Alternative zur Auflösung gibt. Günther Kopfmann versicherte, intensiv einen Nachfolger gesucht zu haben und in einem persönlichen Schreiben alle 66 Mitglieder informiert zu haben.

„Jedes Mitglied bleibt in der Muettersprochgsellschaft“, erläuterte Jürgen Hack. Sollte sich ein neuer Vorsitzender finden, wäre es kein Problem, die Gruppe wieder zu aktivieren. Es würden in den kommenden Jahren noch einige Ortsgruppen aufzulösen sein, vermutete Uschi Isele.

Obwohl in den sozialen Medien fröhlich in breitester Mundart gezwitschert werde, finde sich in den jüngeren Generationen kein Interesse für die Muettersprochgsellschaft, stellte Jeannette Biermann fest. Diesen Trend bestätigte Jürgen Hack. Er verbuche großes Interesse bei mundartlichen, modernen Veranstaltungen, neue Mitglieder aber ergäben diese nicht.

Der Hauptverein selbst will, angesichts der Ortsgruppenauflösung, eine neue, betreuende Strukturebene schaffen, damit die Mitglieder weiterhin informiert sind, kündigte Uschi Isele an. Außerdem stehe es den Mitgliedern frei, sich einer intakten Ortsgruppe anzuschließen.

Uschi Isele überreichte abschließend die goldene Ehrennadel des Vereins an Günther Kopfmann. Die dazu gehörige Urkunde bescheinigte ihm, sein Amt mit viel Tatkraft und Herzblut ausgefüllt zu haben. Die einzelnen Berichte der Jahreshauptversammlung gerieten fast zur Fußnote angesichts der Entwicklung. Schriftführerin Brigitte Zipfel berichtete über die Jahreshöhepunkte, zu denen ein Nachmittag mit Helmut Dold, bekannt als „de Hämme“ zählte.

Über die Vereinsfinanzen informierte Edith Eschle. Nach Sitzungsschluss vereinbarten die Anwesenden, sich am 24. April um 19 Uhr bei Marianne Duffner zu treffen, außerdem übermittelten sie ihren Dank für die jahrzehntelange Vereinsführung an Günther Kopfmann.