Absolut gelungen war einmal mehr das Schanzenfest des Skiclubs Schönwald, eine tolle Sache von Beginn an bis zum Schluss. Trotz enormer Hitzegrade durfte sich der Skiclub auch am sehr sportiv geprägten Sonntag über etliche Teilnehmer und viele Besuchern freuen.

Es sei aller Ehren wert, wie sich die junge, nachrückende Generation einbringe und welche Ideen sie entwickle, so der Altbürgermeister und langjährige Skiclub-Vorsitzende Hans-Georg Schmidt. Dass die Kinder-Rallye auch im Auslauf der Schanze erneut hervorragend klappte, konnten die Skiclub-Mitglieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Schon am Vormittag waren die Läufe zum Denzer-Cup ohne Probleme – bis auf die enormen Wärmegrade – über die Bühne gegangen.

Viel Andrang beim Hammellauf: Ganz viele Teilnehmer bewerben sich um den Hammel – etliche hätten ihn tatsächlich aufgenommen.
Viel Andrang beim Hammellauf: Ganz viele Teilnehmer bewerben sich um den Hammel – etliche hätten ihn tatsächlich aufgenommen. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Für Kinder und Paare erwies sich der nach jahrzehntelangem Aussetzen wieder ins Leben gerufene Hammellauf als neuer Anziehungspunkt und schön, dass am Ende der Siegespreis – ein Hammel – wieder zu seinen Artgenossen auf die Weide zurück durfte.

Doch nach den Läufen am Morgen hatten zunächst die Jüngsten ihren Auftritt bei der Bambini-Rallye, bei der die Sportskanonen und Cleverle eindeutig besser abschnitten. Nebenbei gab es den gesamten Nachmittag Musik mit Matthias Rapp.

Der Höhepunkt des Tages war zweifellos der sechste Uphill-Run. Der Start des normalen Laufes vom Vormittag wurde kurzerhand umgedreht und so hatten die 24 Starter – 13 junge Frauen und elf Männer – rund 80 Meter Anlauf, bevor sie dann den Aufsprunghügel der Adlerschanze 120 Meter weit hinauf klettern durften. Zum Vergleich: Beim allerersten Start im Jahr 2013 waren es 23 Starter, darunter zwei Frauen. Schlechte Nachricht für die Gewinner der Hauptläufe: Es wurde auch eine Finalrunde gelaufen.

Das Objekt der Begierde: Der junge Schafbock, der kurzerhand auf den Namen „Ignaz Hammel“ getauft wird, hat es schön, denn er wird ausgiebig bewundert, kann fressen, hat genug zu trinken und genießt das ausgiebig.
Das Objekt der Begierde: Der junge Schafbock, der kurzerhand auf den Namen „Ignaz Hammel“ getauft wird, hat es schön, denn er wird ausgiebig bewundert, kann fressen, hat genug zu trinken und genießt das ausgiebig. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Seit vier Jahren beteiligen sich junge Schweizerinnen am Uphill-Run – und seither geht bei den Damen das Preisgeld für die Plätze eins bis drei, zusammen 300 Euro, generell in die Schweiz. Die jungen Läuferinnen und Läufer des Leichtathletik-Clubs Fortuna Oberbaselbiet absolvieren seit einiger Zeit ein Trainingslager im Schwarzwald. Eine Zeit lang traten sie als Abschluss bei den Läufen zum Denzer-Cup an, wegen der Hitze ließen sie das heuer aber aus.

Obendrein gab es in diesem Jahr neue Bestleistungen. Konnte Anna Fehrenbach, die Frau von Wettkampfchef Dominic Fehrenbach, im Jahr 2013 mit einer Zeit von 1:53 Minuten den Wettkampf der Frauen gewinnen, könnte sie heute damit keinen Blumentopf mehr gewinnen. Antje Pfüller, die junge Siegerin aus Oberbaselbiet, ist mittlerweile bei sage und schreibe 1:15 angekommen. Damit wäre sie bei den Herren immerhin Dritte geworden.

Vereinskollegin Sybille Häring konnte einmal mehr 100 Euro mitnehmen, gefolgt von Judith Erni, die gerade mal 14 Jahre alt ist. Sie alle hatten sich im Vorlauf sichtlich geschont. Auch Platz vier ging noch in die Schweiz – doch im Finallauf zeigte Lokalmatadorin Joana Schwer eine beherzte Leistung und schob sich auf einen beachtlichen fünften Platz.

Neue Bestzeit mit Sebastian Kaletta

Bei den Herren siegte der Bundeswehrangehörige Sebastian Kaletta aus Mittenwald mit der neuen Bestzeit von 1:06.8 Minuten, deutlich vor Andreas Löffler vom Skiclub Furtwangen. Platz drei ging auch bei den Herren in die Schweiz, Yannick Bossart brauchte dazu 1:22,6 Minuten. Beachtlich war die Zeit des erst 13-jährigen Moritz Rombach, der für den SV St. Georgen ins Rennen ging und ebenfalls Platz fünf mit 1:37 Minuten erkletterte.