Vorsitzender Gerald Sandner stellte die beiden relevanten Möglichkeiten vor. Zum einen könne der nächste Pfarrgemeinderat nach dem Mehrheitsprinzip von einer gemeinsamen Liste gewählt werden. Alternativ könne die unechte Teilortswahl Anwendung finden, die jeder der fünf Pfarrgemeinden eine sichere Sitzanzahl garantiert.

Blick über den Tellerrand

Die Meinungen zum Verfahren gingen auseinander. Einerseits plädierten einige Räte und Pfarrer Andreas Treuer sowie Diakon Claus-Dieter Sembach für das einfache Wahlrecht mit einer Mehrheitsliste. Die Christen der Seelsorgeeinheit müssten eigentlich soweit sein, über die eigene Pfarrei hinaus zu blicken und die gesamte Einheit bewerten zu könne, so der Tenor.

Das könnte Sie auch interessieren

Auf der anderen Seite gab es Stimmen, die sichere Plätze für jede Pfarrgemeinde forderten. Im Laufe der weiteren Neuausrichtung der Kirchenstrukturen wird es zu weiteren Zusammenfassungen kommen, erläuterte Gerald Sandner, ob es dabei 2025 wieder Pfarrgemeinderatswahlen geben wird, erscheine derzeit mehr als fraglich.

Wahlform bleibt

Nach intensiver Beratung, entschied sich der Pfarrgemeinderat schließlich mehrheitlich für die Beibehaltung der letzten Wahlform. Das Gremium wird damit die Mitglieder im nächsten Jahr wieder mit der unechten Teilortswahl seine Zusammensetzung bestimmen lassen. Einstimmig fassten die Räte zudem den Beschluss, für jede der fünf Pfarreien drei Sitze zu garantieren.

Geringe Bereitschaft

In der Folge wird sich der Pfarrgemeinderat von derzeit 20 auf 15 Mitglieder verringern. Die geringe Bereitschaft der Gläubigen, sich für den Pfarrgemeinderat aufstellen zu lassen ist dafür der Grund.

Das könnte Sie auch interessieren

Für den Wahlvorstand konnte die Schonacher Hauptamtsleiterin Jennifer Hopf gewonnen werden, Daniel Schätzle ist ihr Stellvertreter. Marlene Hummel übernimmt die Schriftführung, Raimund Rösler und Kornelia Kammer sind die Beisitzer. Einstimmig bestätigte der Rat diesen Wahlvorstand.

Bis zum 26. Januar 2020 werden nun Kandidaten gesucht. Nach ihrer Wählbarkeitsprüfung wird die Kandidatenliste veröffentlicht. Bisher haben sich drei Pfarrgemeinderäte entschieden, nicht wieder zu kandidieren.