Eine außergewöhnliche Kunstaustellung ziert derzeit bis einschließlich Freitag, 17. Januar, die Verkaufsräume des Autohauses Wallishauser: „Orange The World to stop Violance against Women.“ Mit dem Kunstwerk, das Marja Scholten-Renier und der Club Soroptimist Villingen-Schwenningen initiiert haben, machen sie auf Gewalt an Frauen aufmerksam.

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„Sticken ist wie Schreiben oder Zeichnen in Slow-Motion und bietet auf diese Weise Zeit und Raum für Gedanken, Austausch und Gespräch“, betont die Künstlerin Marja Scholten-Reniers. Gemeinsam mit dem Club Soroptimist Villingen-Schwenningen setzt die Künstlerin ein öffentliches Zeichen gegen diese Gewalt – in Form eines Kunstprojekts. „Die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen ist der Schlüssel zur vollen Verwirklichung der Grundrechte der Frauen“, sind sich Künstlerin und Soroptimistinnen sicher. Im Schnitt sei jede dritte Frau weltweit Opfer physischer oder sexueller Gewalt, die häufig im engsten Umfeld ausgeübt werde.

Verlust durch Gewalt

Die Soroptimistinnen haben daher Frauen jeden Alters, kulturellen oder beruflichen Hintergrunds eingeladen, sich aktiv zu beteiligen, sich Gedanken darüber zu machen, was Frauen in aller Welt durch oder nach Erfahrungen mit jedweder Gewalt verloren geht. Sie waren aufgefordert, ihre Gedanken und Überlegungen in Form eines Textes oder Symbols in Weiß auf orangefarbene Textilien zu sticken. Beteiligt waren 35 Frauen aus Kanada, Kuba, Syrien, der Schweiz und Deutschland nahmen teil.

Boxbälle auf Tour

Elf Punchingbälle bieten als Kunstprojekt nun neue Sichtweisen auf das Thema. Einige Tage standen diese Boxbälle im Culinara in Schwenningen, im Franziskaner in Villingen, in der Predigerkirche in Rottweil – und diese Woche im Autohaus an der Nußbacher Straße.

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Zu verdanken ist das der derzeitigen Präsidentin des CI Villingen-Schwenningen, Caren Ottl, die die Tochter des Inhabers ist. „Das Interesse an dem Kunstwerk ist überwältigend. Daher steht es nur wenige Tage an einem Ort. Nun hat auch die Hochschule Furtwangen Interesse gezeigt. Wir hoffen, dass es dort ein wenig länger gezeigt werden kann“, betont Ottl.