Die Museums-Fasnet feiert in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag. Was 2015 von Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold mit der Mannschaft des Schwarzwaldmuseums ins Leben gerufen wurde, entwickelte sich in Kürze zum Renner. Beim Start galt die Museums-Fasnet als interne Veranstaltung, ist mittlerweile jedoch für Jedermann zugänglich. Sie ist ein Höhepunkt der Triberger Fasnet.

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So war es nicht verwunderlich, dass sich viel närrische Prominenz im Museum einstellte, um diese etwas andere Fasnet zu feiern. Darunter auch einige Gemeinderäte, die Narrenzunft Triberg, die Narrengemeinde Oberstadt, die Stabhalterei Freiamt sowie Abordnungen der Zünfte aus Nußbach und Gremmelsbach. Sogar die Geißenmeckerer-Zunft aus Schonach unter Ozumei Jonny Kienzler wollten diesem Spektakel beiwohnen.

Gefühlte 2500 Musiker

Für allerbeste musikalische Unterhaltung und beste Stimmung sorgte ein Konglomerat zusammengewürfelter Kapellen aus Triberg, Nußbach, Gremmelsbach und Schonach. Nikolaus Arnold stellte schon fast resignierend fest, dass gefühlte 2500 Musiker anwesend seien und er dabei schnell den Überblick verliere. Als zur Begrüßung „Hans gang heim“ angestimmt wurde, wurde das Museum zu einem Hexenkessel, denn die Narren gerieten außer Rand und Band.

Stargast Cordula Grün mit ihrer Posaune, gespielt von Lisa Nagel, greift ins närrische Geschehen im Museum ein. Gerdi Kienzler (rechts) kreierte die neue Triberg-Hymne.
Stargast Cordula Grün mit ihrer Posaune, gespielt von Lisa Nagel, greift ins närrische Geschehen im Museum ein. Gerdi Kienzler (rechts) kreierte die neue Triberg-Hymne. | Bild: Dieter Stein

Es wurde wieder ein tolles Programm geboten. Bürgermeister der Oberstadt, Mattias Klausmann, alias „Pfiffer III.“, eröffnete den Reigen mit einer exzellenten Büttenrede. Er nahm das Triberger Lokalkolorit auf die Schippe, während sich der Schonacher Narrenrat Robin Kienzler zum Pausenclown mauserte.

Dreigestirn heizt die Stimmung an

Das „Dreigestirn“ (Museumsleiterin Angelika Offenburger, Daniel Offenburger und Stefan Blank) sorgte mit einem Gedicht und schrägen Tönen für weiteres Anheizen der Stimmung. Der stellvertretende Narrenboss Sven Ketterer hatte eine Vision, wie es wohl sein würde, wenn alle Triberger Vereine am Sonntagsumzug teilnehmen würden.

Neue Hymne für Triberg

Eigens zum Jubiläum wurde eine neue Triberg-Hymne „Des isch Triberg – uns’re Stadt“ kreiert, die von Gerdi Kienzler aus dem „Gremmschbe“ nach der Melodie „I Am Sailing“, vorgetragen und von den lautstarken Triberger Extremmusikern zum Mitsingen intoniert wurde. Speziell für dieses Ereignis wurden rote Hüte mit einem weißen Band in den Stadtfarben von Triberg angeschafft, die Arnold großzügig unter dem närrischen Volk verteilte. Der Saal kochte vor Begeisterung, die nochmals gesteigert wurde, als der Stargast Cordula Grün mit Posaune, gespielt von Lisa Nagel, ins närrische Geschehen eingriff. „Die etablierten Fastnachts-Fernseh-Veranstaltungen wären vor Neid erblasst“, stellte Arnold fest.

Das Ballett der Tourist-Info bietet einen Show-Tanz „à la bonne heure“.
Das Ballett der Tourist-Info bietet einen Show-Tanz „à la bonne heure“. | Bild: Dieter Stein

Die kleine Truppe um Petra Gilg schwärmte, sehr zur Freude des Publikums, bei flotter Musik von heißen „Mädchenträumen“. Das Ballett der Tourist-Info bot einen Show-Tanz „à la bonne heure“ zu heißen Rhythmen.

Harfenspiel auf Blechtrommeln

Die Radautrommler sorgten mit ihrem „Harfenspiel auf Blechtrommeln“ für eine weitere Erhöhung des Lärmpegels, der teilweise die Trommelfelle der Narren aufs Äußerste in Mitleidenschaft zog.

Der Einmarsch der „Samschdig-Spättle“ bildete ein weiteres Highlight, und als sich der kleine Umzug so gegen 14 Uhr auf dem Weg ins Pflegeheim St. Antonius machte, war die fünfte Museums-Fasnet beendet.

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„So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir haben heute wirklich eine tolle Fasnet der Superlative gezaubert. Wenn das mit den Besuchern so weitergeht, müssen wir extra für unsere Museums-Fasnet die Räume erweitern“, schwärmte der Stadtmarketingleiter.