Gefeiert wird der 20. Schwarzwald-Bike-Marathon in erster Linie in Furtwangen – doch so ganz nebenbei ist fast das ganze Ferienland mit einbezogen. Vor allem durch die gesamte Raumschaft Triberg zog am Sonntag der Tross der Radfahrer, die die langen Strecken fahren. Und das sind nicht Wenige.

Auf der Katharinenhöhe, wo sich die langen und kurzen Routen teilten, waren zum mittlerweile 20. Mal der Ski-club und die DRK-Ortsgruppe Schönwald im Einsatz. Der stellvertretende Vorsitzende des Skiclubs, Dieter Dold, war auf der Katharinenhöhe mit etwa 25 Helfern dabei. Cola, Wasser, Iso-Drinks und Apfelschorle wurden ausgeschenkt, in Bechern oder als Fahrrad-Trinkflasche.

„Die tauschen bei uns manchmal halbvolle Flaschen“, wunderte sich einer der Helfer. Unterhalb des Zeitbogens kommentierte gewohnt kundig Hans-Peter Pohl, mehrfacher Medaillengewinner in der Nordischen Kombination aus Schonach. Die Katharinenhöhe stellt in etwa die Halbzeit der großen Strecke dar – hier wechseln auch die Teams den Fahrer.

Bananen, Apfelspalten sowie diverse Energiespender gingen immer. Dennoch mussten die Helfer auch die Erfahrung machen, dass so mancher Fahrer an der Verpflegungsstelle einfach durchfuhr oder das dargebotene Getränk einfach wegschlug. Immer wieder tauchte auch die Frage nach Energieriegeln auf – die hatten die Schönwälder im Vorjahr noch nicht im Repertoire – aber dieses Mal.

Kaum gefragt war auch, zumindest an dieser Stelle, die Hilfe des Roten Kreuzes. Die Fahrer hatten, je nach Gruppe, etwas mehr als 60 Kilometer in den Beinen, das ist für die trainierten Radsportler noch im Rahmen. Für den Skiclub war es eine Art Genugtuung, dass der reine Amateurfahrer Christof Schilli aus dem Dorf im Reigen der Pro- fis und Semi-Profis ausgezeichnet mithalten konnte.

Die einen lassen sie einfach links liegen, die anderen nutzen die Verpflegungsstelle zu einer ausgiebigen Rast – diese Erfahrung machten auch die Mitglieder der Mountainbike-Freunde Schonach. Sie hatten ihren Standort wie bereits im Vorjahr hinter der Unterquerung der Landesstraße 109 aufgebaut, mitten im Beginn einer sehr knackigen Steigung.

Zehn Helfer sorgten dafür, dass es den Fahrern an nichts mangelte. Sie hatten vor allem das begehrte Wunder-Gel zu bieten. Das verdrängt die Energieriegel inzwischen – man muss es nicht kauen und hat den Mund gleich wieder frei. Und viele tankten hier auch das beliebte Isogetränk – zumeist wurde einfach die Flasche getauscht. Allerdings war auch hier erste Wahl das Wasser – ohne Kohlensäure. Laugenstangen oder Nusszopf, lange Jahre beliebte Energiebringer, blieben eher liegen.

Das Rote Kreuz war auch in Schonach mit nur zwei Mann vor Ort, allerdings war die Triberger Mannschaft verteilt an der Strecke mit weiteren Leuten im Einsatz.

Nach der knackigen Steigung ging es später rasant bergab – in Gremmelsbach wartete der tiefste Punkt der Strecke – und dann ging es aber auch dort ebenso knackig bergauf.