Das große Becken im Waldsportbad wurde 1935 gebaut, ist also schon 83 Jahre alt. „Der Beton wird morsch“, sieht Bürgermeister Gallus Strobel einen „Handlungsdruck“, das Bad zu sanieren.

Eine mögliche Sanierung des Waldsportbads drängt sich auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 12. September. Ob eine Sanierung noch in diesem Jahr angepackt werden kann, hängt nicht nur von der Entscheidung des Gemeinderats ab, sondern auch davon, ob es Zuschüsse gibt.

Wenn der Gemeinderat grünes Licht gibt und auch die Zuschussfrage positiv geklärt ist, könnte der Zeitplan wie folgt aussehen: „Wir hoffen, dass das Becken noch eine Weile hebt. Dann würden wir die nächste Badesaison noch mitnehmen und Ende August zumachen, etwas früher als üblich, um dann mit den Bauarbeiten beginnen zu können“, erklärt Strobel. Die Arbeiten sollten dann möglichst vor Beginn der neuen Freibadsaison 2020 abgeschlossen sein.

In Verbindung mit der Beckensanierung kämen noch andere Erneuerungsarbeiten hinzu. Strobel erwähnt eine Sanierung des Umkleidebereichs. Letztlich geht er von Gesamtkosten von fünf bis sechs Millionen Euro aus.

Wenn das Waldsportbad im nächsten Jahr angegangen würde, verändert sich die Prioritätenliste Tribergs, auf der die Erweiterung der Realschule zur Ganztagsschule bislang auf Platz eins steht. Für den Ganztagesbetrieb müssen laut Strobel eine Mensa, Gruppenräume und anderes mehr geschaffen werden.

Waldsportbad und Realschulerweiterung könnten angesichts der Kosten nicht im gleichen Jahr angegangen werden. Noch sei offen, was letztlich auf Platz eins komme.

Einen Ganztagesbetrieb gebe es bereits im Kindergarten und der Grundschule. Dadurch bestehe auch der Bedarf, ein Ganztagesangebot an der weiterführenden Schule einzurichten. Bislang gebe es weder an der Realschule, noch am Gymnasium ein solches Ganztagesangebot.

Eine weitere Investition zeichnet sich beim Feuerwehrgerätehaus ab. Es sei in die Jahre gekommen und baufällig und zu klein. Deshalb werde es entsprechend dem Wunsch der Feuerwehr am bisherigen Standort in der Schwendistraße neu errichtet. Für den Neubau gebe es „schöne Vorschläge“. Wann es an die Umsetzung geht, kann Gallus Strobel noch nicht sagen, aber die nächsten Jahre. „Es ist die Kunst, das alles in einen Ablauf zu fügen“, weist der Bürgermeister auf die Liste der anstehenden Maßnahmen hin.

Zu diesen gesellen sich auch Investitionen ins Glasfasernetz. Der Anschluss ans Breitband sei im Herbst in Triberg vorgesehen und im nächsten Jahr in Nußbach und Gremmelsbach. Bei der Aussegnungshalle stünden ebenfalls Sanierungsarbeiten an. Die Halle sei älter und das Dach immer wieder reparaturanfällig. Einen Zeitplan für die Sanierung dort gebe es aber im Moment noch nicht.

In Planung sei auch eine Brücke über den Wasserfallweg, der einen Zugang zur Gutach ermöglichen würde. Das solle diesen wichtigen Fluss Tribergs erlebbarer machen.