Der Greifvogel- und Eulenpark nimmt konkrete Formen an. Von der Idee bis zur Aufstellung eines Bebauungsplans und, damit verbunden, der punktuellen Änderung des Flächennutzungsplans vergingen nur wenige Monate.

Geschickterweise soll „Deutschlands größter Greifvogel- und Eulenpark“ im Bereich anderer Attraktionen der Wasserfallstadt entstehen, nämlich zwischen Wasserfall und Hochseilklettergarten. Dazu plant der Investor ein Funktions- und Museumsgebäude am Rande des Parks, der zunächst etwa die Hälfte der überplanten Fläche einnehmen soll und damit die Möglichkeit zu einer großzügigen Erweiterung erhält. Mit heißer Nadel gestrickt sei der Entwurf, betonte Bürgermeister Gallus Strobel im Gemeinderat am Mittwochabend.

Bei der Vorstellung des Bebauungsplan-Entwurfs äußerte Susanne Muschal (SPD) Bedenken wegen der Nähe zur Gutach. Strobel versuchte, diese mit dem Hinweis zu zerstreuen, dass der Plan abgestimmt sei auf die neuen Verordnungen zum Landschaftsschutz.

„Wir werden den Bebauungsplan nun sowieso auslegen und erwarten die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange; die werden dann in den Plan eingearbeitet“, stellte der Bürgermeister klar.

Michael Hummel (FWV) wollte wissen, was es mit der Ausgleichsmaßnahme Auslichtung um den Prisenbach im Bereich Moosenmättle auf sich habe. „Das ist eine Ausgleichsmaßnahme, bei der der Forst im genannten Bereich Bäume und Buschwerk herausnimmt, das ist bereits erledigt“, erläuterte der Bürgermeister.

Bernhard Fehrenbach (FWV) hatte ein Problem mit einer Werbetafel von etwa zwei Quadratmetern im Wasserfallbereich. Er habe gedacht, dort wolle man keine Werbung. „Der Betreiber braucht einen Hinweis auf seinen Park“, räumte Strobel ein. Am künftigen Funktionsgebäude werde zusätzlich eine weitere Tafel von einem halben Quadratmeter angebracht, hatte Susanne Muschal festgestellt.

Dass der Gemeinderat hinter dieser Attraktion steht, machte das Abstimmungsverhalten deutlich: Einstimmung wurde für den Bebauungsplan-Entwurf votiert.