Sind die Triberger „Männerparkplätze“ wirklich nur für Männer geeignet oder schaffen das auch Frauen? Und: Wer parkt besser ein, Männlein oder Weiblein? Diesen Fragen ging Julia Katharina Tomski im Auftrag eines deutschen Privatsenders nach.

Die Galileo-Redakteurin hatte dazu neben Reporterin Claire Oelkers noch Kameramann Tom Leitl und Tontechniker Roland Röhrig mitgebracht. Acht Fahranfänger hatte sie erbeten, um mit denen zu beweisen: Das Klischee von Bürgermeister Gallus Strobel, dass man Frauen die Männerparkplätze nicht zumuten kann, ist völliger Quatsch.

Strobel hatte im Interview mit Oelkers schon deutlich gemacht, dass er ein bisschen ein Macho sei. Doch mit der 2012 erfolgten Ausweisung der beiden speziellen Parkplätze unter der Bezeichnung „Männerparkplatz“ hatte Strobel es immerhin geschafft, Triberg einmal mehr weltweit in die Schlagzeilen zu bringen – auch wenn er selbst dabei teils viel Schelte einstecken musste.

Damit bei den Einparkmanövern auch wirklich nichts passiert, hatte sie Patrik Maier und Carsten Kutz eingespannt, beide Fahrlehrer einer ortsansässigen Fahrschule. Mit dem Schulfahrzeug sind alle ehemaligen Fahrschüler vertraut – und der Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz nebenan kann dafür sorgen, dass im entscheidenden Moment nicht zu viel Risiko eingegangen wird. Ein Lob gab es von der Redakteurin – selten habe sie ein so gut vorbereitetes Feld erlebt.

Bevor es aber an den ersten „Männerparkplatz“ zur „Einpark-Challenge“ ging, hatten die Galileo-Mitarbeiter sich zunächst etwas anderes einfallen lassen. Der einzige freie Parkplatz an der Kreuzstraße musste es sein, direkt vor der Parkgarage. Eine Minute Zeit – mit einer kurzen Anfahrt rückwärts parallel einparken. Geschafft hat es gerade mal eine der jungen Frauen in der vorgegebenen Zeit – und das auch noch ziemlich perfekt. Eine andere weigerte sich, weiter zu korrigieren – für sie war das Ergebnis ausreichend.

Kein Problem beim Parken auf dem Männerparkplatz hat der jüngste Teilnehmer, gecoacht von Fahrlehrer Carsten Kutz und beobachtet von dessen Kollegen Patrik Maier und Moderatorin Claire Oelkers, während Kameramann Tom Leitl und Tontechniker Roland Röhrig die Szenen festhalten.
Kein Problem beim Parken auf dem Männerparkplatz hat der jüngste Teilnehmer, gecoacht von Fahrlehrer Carsten Kutz und beobachtet von dessen Kollegen Patrik Maier und Moderatorin Claire Oelkers, während Kameramann Tom Leitl und Tontechniker Roland Röhrig die Szenen festhalten. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Nach rund drei Stunden in sengender Hitze vor der Parkgarage ging es endlich hinein. „Maximal 15 Sekunden“, behauptete Fahrlehrer Patrik Maier mit Blick auf den Parkplatz. Etwas erschwert wurde die Challenge durch die kleinen Verkehrshütchen entlang der Begrenzungslinie. Doch es stellte sich heraus, dass keiner der acht Anfänger mit dem „Männerparkplatz“ ein echtes Problem hatte. Alle schafften das Manöver mit Bravour.

Das Drehteam war noch am Tag darauf in der Wasserfallstadt beschäftigt – wobei weder das Team selbst noch Redakteurin Julia Katharina Tomski etwas dazu sagen konnte, wann der Galileo-Fernsehbeitrag gesendet wird. Laut Tomski soll er letztendlich etwa zwölf Minuten dauern.