Zum ersten Mal fand in Triberg das „Wiesenhof Fußball-Camp“ statt. Die Resonanz war groß: 58 Teilnehmer kamen trotz mäßigen Wetters.

Mit der richtigen Motivation und Kleidung kann das Wetter manchmal „piepegal“ sein. Das stellten so manche Eltern beim „Wiesenhof Fußball-Camp“ mit Bernd Voss fest: 58 Kinder und Teenies von sechs bis 15 Jahren ließen sich drei Tage lang für Fußball begeistern. „Für das erste Mal ist das ganz gut“, so Voss, der ansonsten auch mal Camps mit 200 und mehr Teilnehmern leitet.

Voss und seine beiden Lizenztrainer, die unterstützt wurden von Jugendtrainern des Vereins, ließen nichts anbrennen. Voss selbst sorgte mit speziellen Übungen dafür, dass es neben mehr Fitness auch keinem kalt wurde. Klaglos ertrugen die Kinder den strömenden Regen am Freitag. Im Gegenteil – wollten die Jungs und Mädels eher mehr.

Vor dem Training steht das Aufwärmen an: Die Kinder machen die Übungen Trainer Bernd Voss nach.
Vor dem Training steht das Aufwärmen an: Die Kinder machen die Übungen Trainer Bernd Voss nach. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

„Wir haben ein bestimmtes Budget bekommen, für das wir einkaufen konnten“, erzählte Jugendleiterin Lisa Fehrenbach, die maßgeblich daran beteiligt war, dass das Fußballcamp in die Wasserfallstadt kommt. Mehrmals täglich gab es daher frisches Obst und am Samstag und Sonntag sorgte eine Truppe um Lisa Fehrenbach auch für leckeres Mittagessen. „Etliche unserer Kinder haben ein Camp mit Bernd Voss im letzten Jahr besucht und waren echt begeistert. Dann haben wir ihn eingeladen, auch zu uns zu kommen“, erzählte die Jugendleiterin.

Voss erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass er keineswegs Kritik an den vielen ehrenamtlichen Trainern üben wolle und jeder Verein enorme Probleme habe, gute Trainer zu finden. „Oft sind es die Eltern der Kinder, die vor vielleicht 20 Jahren selbst gute Kicker waren. Oft haben sie aber nicht genügend Zeit und sind auch nicht dementsprechend ausgebildet“, zeigte er auf. „Ich lege sehr viel Wert auf die Ausbildung im Grundlagenbereich. Ich möchte das Leuchten der Kinderaugen sehen, will die Kids begeistern, mit viel Spaß und Musik wird das Training recht kurzweilig gestaltet nach den neuesten Trainingsmethoden“, so der Coach.

Ein Kind müsse Spaß haben und glücklich sein, betonte er. „Eltern bestätigen mir, dass ihr Kind nach dem Training lange nicht mehr so happy war“, zeigte er auf.

Die jungen Fußballer absolvieren die Übungen mit großer Konzentration.
Die jungen Fußballer absolvieren die Übungen mit großer Konzentration. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Zwar lege er großen Wert auf Koordination und technische Entwicklung, das Wichtigste überhaupt aber sei, „dass die Kids sich wohlfühlen, Erfolgserlebnisse haben und Selbstvertrauen tanken. Wichtig ist auch die soziale Komponente, sie müssen lernen, sich unterzuordnen“, räumte Voss ein. Der Teamgeist werde großgeschrieben, die Übungen verlangten aber auch viel Disziplin. Was zu sehen war, bewies, dass er in vielen Dingen recht hatte.

Für jedes teilnehmende Kind gab es zum Antritt einen hochwertigen Fußball, eine Trinkflasche sowie ein Trikot. Auch die vielen Helfer wurden bedacht: Sie erhielten ein Funktions-Shirt in den Vereinsfarben.